M&A-Transaktionen sind Hochdrucksituationen: Ambitioniert, komplex und oft unter Zeitdruck verhandelt. Doch nach Signing und Closing entscheidet sich der tatsächliche Wert eines Deals häufig nicht in der Präsentation, sondern im Detail. Und genau dort spielt das Sale and Purchase Agreement (SPA) seine zentrale Rolle.
Das SPA ist mehr als ein juristisches Dokument. Es macht aus Absichten verbindliche Verpflichtungen, schafft Transparenz über Risiken und legt fest, wie Wert gemessen, angepasst und geschützt wird. Kurz: Es bestimmt mit, ob ein Deal seine Versprechen einlöst oder ob es später zu Diskussionen, Reibungsverlusten und teuren Streitigkeiten kommt.
Ein Deal wird erst dann belastbar, wenn die kommerzielle Einigung in einen durchsetzbaren, ausgewogen strukturierten Vertrag übersetzt ist. Das erfordert nicht nur rechtliches Know-how, sondern auch fundierte Accounting- und Transaktionserfahrung.
In der Schweiz wird das SPA jedoch noch häufig als „juristischer Standardbaustein“ betrachtet und zu wenig als strategisches Instrument der Wertabsicherung. Gleichzeitig werden Transaktionsstrukturen anspruchsvoller, Timelines enger und Erwartungen an Geschwindigkeit und Sicherheit höher. Umso wichtiger ist es, das SPA als kritischen Erfolgsfaktor frühzeitig mitzudenken.
In diesem Beitrag zeigen wir, warum Vertrauen ein wesentlicher Werttreiber ist, welche Entwicklungen SPA-Expertise zunehmend strategisch machen und welche Prioritäten Schweizer Dealmaker bei der Vertragsgestaltung besonders im Blick behalten sollten.