14. Januar 2026
Schweizer M&A-Markt 2025: Solides M&A-Jahr in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld
- Mit 502 M&A-Transaktionen und einem Deal-Volumen von rund USD 166,8 Mrd. übertraf das M&A-Jahr 2025 zwar das Vorjahr (2024: 464 Transaktionen, USD 115,1 Mrd.), blieb aber leicht hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer.
- Die meisten Transaktionen entfielen auf die Sektoren Telekommunikation, Medien und Technologie (TMT). Pharmaceuticals & Life Sciences verzeichnete mit rund USD 53,0 Mrd. das höchste Transaktionsvolumen.
- Der Spin-off von Amrize Ltd. durch Holcim Ltd. für USD 33,7 Mrd. war die grösste Transaktion.
- AI, Cyber-Resilienz und die unternehmensweite Readiness werden künftig den Erfolg von M&A-Transaktionen stärker bestimmen.
Der M&A-Markt in der Schweiz verzeichnete 2025 ein solides Ergebnis: Mit 502 Transaktionen und einem Deal-Volumen von rund USD 166,8 Mrd. übertraf es das Vorjahr in einem anhaltend schwierigen ökonomischen Umfeld. Trotzdem blieb 2025 unter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Angesichts der aktuellen Auftragslage, des wirtschaftlichen Ausblicks und der anhaltenden Zurückhaltung vieler Unternehmen rechnet KPMG Deal Advisory im laufenden Jahr mit einer moderaten Zunahme der M&A-Aktivität, insbesondere aufgrund einer leicht steigenden Zahl von Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung.
TMT und Pharmaceuticals & Life Sciences prägen das Marktgeschehen
Pharmaceuticals & Life Sciences erwies sich mit 74 Transaktionen und einem Gesamtvolumen von USD 53,0 Mrd. als klarer Volumentreiber und übertraf das Vorjahr deutlich (2024: 59 Deals; USD 40,7 Mrd.). Der Bereich TMT war mit 84 Deals der aktivste Sektor, das Transaktionsvolumen sank jedoch deutlich auf USD 9,8 Mrd., was vor allem auf das Ausbleiben von Megatransaktionen im Telco-Subsektor zurückzuführen ist.
Der Industriegüter-Sektor fiel 2025 vom ersten auf den dritten Platz zurück und verzeichnete 72 Deals mit einem Transaktionsvolumen von USD 8,8 Mrd. (2024: 84 Deals; USD 24,4 Mrd.). Der Private-Equity-Sektor zeigte mit 142 Transaktionen und einem Volumen von USD 46,2 Mrd. erneut stabile Dynamik und bleibt mit einem Anteil von 28% ein zentraler Bestandteil des Schweizer M&A-Marktes.
5 M&A Mega-Deals mit Amrize-Spin-off an der Spitze
Rund USD 69,7 Mrd. oder knapp 40% des gesamten Transaktionsvolumens im Jahr 2025 entfielen auf die fünf grössten M&A-Deals des Jahres. Die grösste Transaktion des Jahres ist der Spin-off des einstigen Nordamerikageschäfts von Holcim Ltd., Amrize Ltd., mit einem Volumen von USD 33,7 Mrd.
Auf Rang zwei folgt der Kauf von Avidity Biosciences Inc. durch Novartis AG für USD 12,0 Mrd., während die Fusion der Baloise Holding Ltd. mit der Helvetia Holding AG mit einem Transaktionswert von USD 10,8 Mrd. den dritten Platz belegt.
Schweizer Käufer setzen auf Expansion im Ausland
Schweizer Unternehmen blieben auch im Jahr 2025 aktive Akteure im internationalen Markt: In 225 Fällen erwarben sie ausländische Unternehmen oder Beteiligungen, was nahezu die Hälfte aller Transaktionen ausmacht. «Dank hoher Liquidität und robuster Bilanzen sind Schweizer Unternehmen als internationale Käufer dafür sehr gut aufgestellt», erläutert Timo Knak. Ausländische Käufer übernahmen im gleichen Zeitraum lediglich 133 Schweizer Unternehmen oder Beteiligungen, entsprechend rund einem Viertel aller Deals.
Mit 49 Deals spielten reine Inlandstransaktionen nur eine untergeordnete Rolle. Zudem entfielen mit 95 Transaktionen rund 19% auf Deals, bei denen Schweizer Unternehmen als Verkäufer auftraten und ausländische Käufer aktiv waren.
Technologische Faktoren prägen M&A-Transaktionen im Jahr 2026
Für 2026 erwartet KPMG eine leichte Zunahme der M&A-Aktivität. Gleichzeitig dürften technologische Faktoren die M&A-Landschaft weiter prägen, wobei insbesondere Digitalisierungsprojekte im TMT-Sektor die Deal-Aktivität massgeblich beeinflussen. «Die Beurteilung von KI- und Cyber-Resilienz sowie der entsprechenden Readiness wird 2026 zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für jede Transaktion und muss frühzeitig in die M&A-Planung einbezogen werden», erklärt Timo Knak. «Zudem wird im Zuge der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten ein noch genaueres Augenmerk auf die nachhaltigen und vorhersehbaren Wachstums- und Ertragsaussichten der Zielunternehmung gelegt.»
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