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Die Automobilindustrie ist vielfältig und umfasst Hersteller von Personen- und Nutzfahrzeugen (sogenannte Erstausrüster oder OEMs), Zulieferer, Händler sowie Mobilitätsdienstleister.
In Deutschland gehört der Automobilsektor zu den Schlüsselindustrien. Über Jahrzehnte haben zahlreiche Unternehmen durch Technologie- und Qualitätsführerschaft sowie eine starke Internationalisierung den Erfolg der Branche geprägt. Für sie kommen nun zum stetig wachsenden, weltweiten Wettbewerb um Kunden und Marktanteile zusätzlich neue, komplexe Herausforderungen hinzu.
Verändertes Kundenverhalten und regulatorische Vorgaben frühzeitig antizipieren
Die Automobilindustrie steht unter hohem Transformationsdruck, der gleichermaßen große Anstrengungen erfordert und zugleich vielfältige Chancen eröffnet. Es gilt vor allem, verändertes Kundenverhalten, regulatorische Vorgaben und technologische Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren, in innovative Produkte und Services zu übersetzen und neue, tragfähige Ökosysteme aufzubauen.
Unter der Prämisse, eine nachhaltige Mobilität zu ermöglichen, besteht die Notwendigkeit, neue Antriebe und die Elektrifizierung der Flotte voranzutreiben, Mobility-as-a-Service und Mikromobilität zu integrieren sowie umweltfreundliche Prozesse und Produktionsweisen zu stärken. Zusätzlich soll die Mobilität von morgen vernetzt und autonom sein – weshalb auch in der Automobilbranche gelten wird: Wer die Hoheit über die Daten hat, wird zu den Gewinnern zählen.
Wir werden Sie mit unserer Expertise umfassend unterstützen und Ihnen dabei helfen, in Zukunft agieren statt reagieren zu können. Dafür haben wir Kundenerwartungen, regulatorische Anforderungen und neue technologische Innovationen im Blick und begleiten Sie dabei, die neue Normalität aktiv und vorausschauend mitzugestalten.
Zielgruppen im Fokus
Unser Leistungsangebot
Bereit für den nächsten Schritt?
Bereits in den letzten Jahren haben sich Hersteller und Automobilzulieferer auf die sich abzeichnende Transformation entlang der Technologietrends Elektrifizierung, autonomes Fahren und Konnektivität vorbereitet. Als Beschleuniger dieser Veränderungsprozesse wirken Faktoren wie ein zunehmend ausgeprägtes Umweltbewusstsein und neue, technologiegetriebene Wettbewerber, die die Mobilität neu denken.
Unsere Mandanten profitieren von unserer interdisziplinären Arbeitsweise, die das Fachwissen der drei Geschäftsbereiche Audit, Tax und Advisory mit dem Know-how unserer Branchenspezialisten verknüpft. Dadurch bieten wir maßgeschneiderte Beratungsleistungen, die sich präzise an der jeweiligen unternehmerischen Situation orientieren. Mit unserem Automotive-Team liefern wir mit weltweit über 4.000 Branchen-Expertinnen und -Experten, davon 800 allein in Deutschland, Lösungen für alle Stufen der Wertschöpfungskette.
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Neue Energie- und Antriebskonzepte strategisch steuern
Die Elektrifizierung und der Einsatz neuer Energieträger haben großen Einfluss auf die strategischen Pläne in der Autoindustrie. Immer stärker bestimmen die Verfügbarkeit von Energie sowie der Zugang zu Batterierohstoffen und technologischem Know-how, wie Wertschöpfung und Lieferketten gestaltet werden. Ebenso beeinflussen sie, wohin Unternehmen ihre Investitionen lenken. Entscheidend ist dabei nicht allein der Zugang zu Batterien. Ausschlaggebend sind vielmehr die Beherrschung zentraler Technologien, funktionierende Recyclingkreisläufe und die enge Verzahnung von Energieversorgung und industrieller Wertschöpfung.
Dieser Wandel erfordert erhebliche Investitionen und verändert zugleich die Wertschöpfung grundlegend. Die Automobilindustrie entwickelt sich vom klassischen Fahrzeughersteller zu einem Akteur, der Mobilität, Energie und digitale Dienste miteinander verbindet. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, über das Fahrzeug hinaus Wert zu schaffen.
Wie erfolgreich Unternehmen in diesem Umfeld sind, hängt vor allem davon ab, wie konsequent sie ihre Investitionen und Geschäftsprozesse an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Wer Kapital gezielt einsetzt und Risiken frühzeitig berücksichtigt, kann sich langfristig Wettbewerbsvorteile sichern.
Starke Lieferketten in unsicheren Zeiten
Versorgungssicherheit entsteht aus der Fähigkeit, Wertschöpfungsnetzwerke so zu organisieren, dass Unternehmen auch bei Rohstoffengpässen oder Lieferausfällen handlungsfähig bleiben. Angesichts geopolitischer Spannungen und volatiler Märkte rückt die Belastbarkeit von Lieferketten stärker in den Fokus.
Unternehmen sollten ihre Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffen und Lieferanten gezielt verringern. Eine breitere Lieferantenbasis und stärker regional verankerte Beschaffungsstrukturen können dazu beitragen. Ebenso wichtig ist Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Nur wenn relevante Informationen verfügbar sind und zwischen den Beteiligten ausgetauscht werden, lassen sich Risiken frühzeitig erkennen.
Diese Transparenz schafft die Grundlage für bessere Entscheidungen. Unternehmen können Auswirkungen von Störungen schneller bewerten und ihre Lieferströme bei Bedarf anpassen.
Ziel ist eine Lieferkette, die auch unter schwierigen Bedingungen verlässlich funktioniert und die Versorgung von Kunden und Produktionsstandorten langfristig absichert.
Die Zukunftsfähigkeit der Automobilindustrie gestalten
Die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie hängt zunehmend von ihrer digitalen Leistungsfähigkeit ab. Daten, Software und stabile IT-Systeme sind zu einem wichtigen Bestandteil der Wertschöpfung geworden und beeinflussen Entwicklung, Produktion und Service.
Mit der Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an die IT. Fahrzeuge, Werkstätten, Lieferketten und Mobilitätsangebote sind immer stärker vernetzt. Dadurch gewinnen Datenqualität und zuverlässige digitale Prozesse an Bedeutung.
Auch Automatisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Arbeitsweise der Branche. Sie kommen heute in vielen Bereichen zum Einsatz und eröffnen neue Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten, die Qualität zu verbessern und Innovationen schneller umzusetzen.
Unternehmen profitieren von einem klaren Verständnis ihrer digitalen Ziele. Es schafft Orientierung für Investitionen und erleichtert es, neue Technologien gezielt in bestehende Prozesse zu integrieren.
Geschäftsmodelle und Allianzen zukunftsfähig ausrichten
Der technologische Umbruch und neue Plattformmodelle verändern die Spielregeln der Branche. Hersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen passen ihre Geschäftsmodelle an, um mit immer kürzeren Innovationszyklen Schritt halten zu können. Gleichzeitig gewinnt die Zusammenarbeit über Branchen- und Unternehmensgrenzen hinweg an Bedeutung.
Die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Technologieunternehmen und weiteren Partnern. So können Wissen und Daten gezielter genutzt werden.
Durch zukunftsweisende Entwicklungsallianzen und die Bündelung digitaler Kapazitäten lassen sich komplexe Datenstrukturen effizient skalieren. Das Ziel ist die konsequente Hebung von Synergien zwischen Software-Spezialisten, Infrastruktur-Akteuren und Dienstleistern. Dies bedingt nicht nur eine laufende Optimierung des Beteiligungsportfolios, sondern eine kompromisslose Ausrichtung aller internen Abläufe auf maximale Reaktionsgeschwindigkeit. Wer sich heute als aktiver Gestalter in vernetzten Ökosystemen positioniert, erschließt neue Ertragspotenziale und besetzt die strategische Spitzenposition in der Mobilität der Zukunft.
ESG und Regulierung als strategischer Erfolgsfaktor
Neue Umwelt-, Sicherheits- und Berichtspflichten wirken sich zunehmend auf Prozesse, Investitionen und die Unternehmensführung aus.
Gefragt sind transparente Informationen über die gesamte Wertschöpfungskette, da die Anforderungen an den Umgang mit Ressourcen, Emissionen und Rohstoffen steigen. Unternehmen sollten nachvollziehen können, wo Materialien herkommen, wie sie eingesetzt werden und welche Auswirkungen entlang der Lieferkette entstehen.
Hinzu kommen neue Vorgaben zu Lieferketten, Produktsicherheit und Berichterstattung. Sie erfordern verlässliche Prozesse und wirksame Kontrollen - auch in international verzweigten Strukturen. Wer diese Anforderungen in seine Abläufe integriert, schafft Vertrauen bei Investoren, Geschäftspartnern und Kunden. Das kann zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor werden.
Transparenz und Steuerungsfähigkeit in volatilen Zeiten sichern
Investitionen werden größer, Entscheidungen folgenreicher. Das erhöht die Bedeutung belastbarer Informationen und realistischer Prognosen. Wer Entwicklungen früh erkennt und deren Auswirkungen realistisch einschätzen kann, gewinnt Handlungsspielraum.
Unternehmen sollten Investitionen, Kosten und Erträge im Blick behalten und finanzielle sowie nachhaltigkeitsbezogene Ziele gemeinsam betrachten. Transparenz über die eigene Leistung und klare Prioritäten helfen dabei, Verbesserungen gezielt umzusetzen und den technologischen Wandel wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten.
Kundenerwartungen treiben Mobilitätswandel
Kundinnen und Kunden erwarten heute flexible, digitale und transparente Angebote, die markenübergreifend funktionieren und unterschiedliche Vertriebswege sowie Mobilitätsformen nahtlos miteinander verbinden. Diese Erwartungen treiben einen grundlegenden Wandel hin zu direkterem Kundenkontakt und zu ganzheitlichen digitalen Erlebnissen über alle Touchpoints hinweg.
Gleichzeitig wächst die Bedeutung servicebasierter Angebote entlang des gesamten Nutzungszyklus – von der ersten Interaktion über Nutzung und Wartung bis hin zu Erweiterungs- und Zusatzservices. Dabei gewinnen datenbasierte und personalisierte Dienstleistungen zunehmend an Relevanz, da sie es Unternehmen ermöglichen, individuelle Bedürfnisse besser zu verstehen und gezielt darauf einzugehen.
Mobilität wird heute zunehmend flexibler und situationsabhängiger genutzt. Immer mehr Menschen kombinieren unterschiedliche Verkehrsmittel oder nutzen Mobilität flexibel statt dauerhaft zum Beispiel ein Auto zu besitzen. Dadurch entstehen neue Anforderungen an die Gestaltung der Kundenbeziehung. Erwartet werden einfache Abläufe, ein einheitliches Nutzererlebnis und ein reibungsloser Wechsel zwischen digitalen und persönlichen Kontaktpunkten.
Für Automobilunternehmen wird es damit wichtiger, Kunden über die gesamte Nutzungsdauer hinweg zu begleiten. Wer digitale Angebote, Services und Kundendaten sinnvoll zusammenführt, kann Bedürfnisse besser verstehen und Angebote gezielter weiterentwickeln. So entstehen engere Kundenbeziehungen und zusätzliche Ertragsquellen über den Fahrzeugverkauf hinaus.
KPMG Insights zur Automobilbranche
Ihre Ansprechpersonen
Dr. Andreas Ries
Partner, Global und Deutschland Head of Automotive
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Tom Lurtz
Partner, Performance & Strategy, Enterprise Performance
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Verena Hinze
Partnerin, Audit, Regulatory Advisory, Forensic
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Peter Schalk
Partner, Tax, Global Head of Automotive Tax, Partner Indirect Tax Services
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Henning Witte
Partner, Consulting, Technology Transformation
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* Die Rechtsdienstleistungen werden durch die KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH erbracht.