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      Kreislaufwirtschaft hat sich in der Fertigungs- und Automobilindustrie zu einem strategischen Thema entwickelt, das weit über ökologische Motive hinausgeht. Unternehmen aus beiden Branchen betrachten ressourcenschonende Ansätze zunehmend als Teil ihrer wirtschaftlichen Strategie. Während das Thema bereits im operativen Alltag vieler Organisationen etabliert ist, gewinnt die langfristige strategische Relevanz weiter an Gewicht – insbesondere dort, wo Versorgungssicherheit, volatile Märkte und geopolitische Abhängigkeiten die Planung erschweren.

      Für unsere Studie „Reduce, Reuse, Recycle – Resilienz? Potenziale der Kreislaufwirtschaft in Automotive und Industrial Manufacturing“ haben wir Führungskräfte beider Branchen unter anderem dazu befragt, welche Faktoren darüber entscheiden, ob Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil genutzt oder auf eine reine Compliance-Pflicht reduziert wird. 

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      Unsere Studie liefert Einblicke in Strategien, Treiber und Umsetzung zirkulärer Wertschöpfung in der Fertigungs- und Automobilindustrie.

      Welche externen Impulse und internen Treiber prägen zirkuläre Strategien?

      Externe Impulse wie regulatorische Anforderungen, Kunden- und Investorenerwartungen oder technologische Entwicklungen beeinflussen die Ausrichtung von Kreislaufstrategien je nach Land und Region unterschiedlich stark. In Deutschland wird dem Thema eine geringere Bedeutung beigemessen als in Nordamerika oder anderen europäischen Ländern. Innerhalb der Unternehmen dominieren wirtschaftliche Motive: Effizienzsteigerungen, Kostenvorteile und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit gelten als zentrale Gründe für zirkuläre Maßnahmen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Wertschöpfung durch Kreislaufwirtschaft immer enger mit Innovationsfähigkeit und organisationsweiter Resilienz verknüpft wird.

      Welche Maßnahmen setzen Industrieunternehmen bereits um?

      In der Realisierung konzentrieren sich viele Unternehmen auf etablierte Ansätze, die schnell umsetzbar sind und ökonomische Effekte versprechen. Dazu gehören insbesondere:

      • Recycling und Reparatur, die kostensenkende und gut messbare Effekte erzeugen
      • Designanpassungen, um Materialverbrauch zu senken und Wiederverwertbarkeit zu erhöhen
      • Wiederaufbereitung und Remanufacturing, wenn weiterverwendbare Komponenten wirtschaftlich nutzbar bleiben

      Innovativere Strategien wie grundlegend neue Nutzungskonzepte oder alternative Produktzwecke werden seltener eingesetzt, jedoch zunehmend als Hebel für langfristige Wettbewerbsvorteile verstanden.

      Welche Hürden prägen den Weg zur zirkulären Wertschöpfung?

      Unternehmen sehen sich mit regulatorischen Anforderungen konfrontiert, die insbesondere international tätige Akteure vor herausfordernde Aufgaben stellen. Hinzu kommen operative Hürden entlang globaler Lieferketten, kulturelle Barrieren in Organisationen und Lücken in der Datenverfügbarkeit. Gerade letztere erschweren es, zirkuläre Leistungen systematisch zu messen oder Effizienzgewinne nachzuweisen. Erfolgreiche Unternehmen verankern das Thema Kreislaufwirtschaft auf höchster Führungsebene. Von dort aus wird es schrittweise in die wesentlichen Abläufe und Strukturen eingebettet, statt als isolierte Maßnahme behandelt zu werden.

      Wie wird zirkuläre Wirkung gemessen – und wo entstehen Effizienzgewinne?

      Die Erfolgsmessung orientiert sich häufig an Kennzahlen, die operativ gut erfassbar sind – etwa Kreislaufumsatz, Wiederverwertbarkeit oder Materialeffizienz. Breitere strategische Wirkungsgrößen wie verlängerte Produktlebensdauer spielen bislang eine geringere Rolle. Besonders deutliche Effekte entstehen im End-of-Life-Management, im Produktdesign sowie in der Rohstoffbeschaffung. Moderne Standards und Frameworks gewinnen an Bedeutung, weil sie Vergleichbarkeit schaffen und Unternehmen dabei unterstützen, zirkuläre Strategien zielgerichtet weiterzuentwickeln.


      Reduce, Reuse, Recycle – Resilienz?

      Unsere Studie liefert Einblicke in Strategien, Treiber und Umsetzung zirkulärer Wertschöpfung in der Fertigungs- und Automobilindustrie.


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