Die Finanzfunktion wird heute oftmals noch als eine reine Backoffice-Funktion betrachtet – ein folgenschwerer Irrtum. Denn sie kann Veränderungen im Geschäftsumfeld antizipieren und Entscheidungsträgerinnen und -trägern erfolgskritische Informationen liefern. Damit kann sie essenziell dazu beitragen, die unternehmensstrategischen Ziele zu erreichen.
Anforderungen an eine zukunftsorientierte Finanzfunktion
Für erfolgreiche Innovation ist es erforderlich, Signale disruptiver Veränderungen im Markt zu identifizieren und auf diese zu reagieren. Neue Impulse wie der Aktionsplan der EU zum Thema Environmental, Social, Governance (ESG) oder auch die Umstellung auf SAP S4/HANA setzen Unternehmen unter Zugzwang, ihre Finanzfunktion neu zu denken und mittels moderner Technologie auf die Zukunft vorzubereiten, damit sie neue Aufgaben wie das ESG-Reporting übernehmen kann.
Dabei unterliegt sie zahlreichen Anforderungen: Die moderne Finanzfunktion ist resilient und agil. Sie entwickelt sich von einem verwaltenden Charakter hin zu einer beratenden Funktion für die Gesamtorganisation und übernimmt zunehmend die Rolle des vorausschauenden Business-Partners. In ihrer Zielsetzung ist sie eng in die gesamthafte Unternehmensstrategie und die spezifischen Wettbewerbsstrategien integriert. Hierdurch wird eine neue Dimension der Prozesseffizienz erreicht.
Für eine erfolgreiche geschäftliche Zukunft ist es daher grundlegend, die Finanzfunktion als unternehmensstrategischen Imperativ zu begreifen. Wir bei KPMG betrachten die Finanzfunktion unserer Kundinnen und Kunden von Anfang an aus ihrer strategischen Gesamtperspektive.
Wie kann der Wandel gelingen?
Um den beschriebenen Anforderungen gerecht zu werden, sind eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen:
- passende Organisationsstrukturen
- ein harmonisierter und zielgerichteter Einsatz digitaler Lösungen
- die Neuausrichtung von Kompetenzen in den Teams
- die Berücksichtigung neuer Formen der Zusammenarbeit
Repetitive Tätigkeiten werden zukünftig nahezu vollständig automatisierbar. Mittels innovativer Technologien können Finanzdaten und Informationen in immer kürzerer Zeit analysiert und interpretiert werden, um wichtige Entscheidungen zu stützen. Für mehr Resilienz und den langfristigen Erfolg ist es dabei entscheidend, Digitalisierung als einen ganzheitlichen und ergebnisoffenen Wandel der gesamten Finanzfunktion zu verstehen.
Unser Ansatz
KPMG hat das „House of Finance“ als einen holistischen Ansatz für die digitale Transformation der Finanzfunktion entwickelt. Hierbei werden die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Funktionsbereichen identifiziert, bewertet und ausgestaltet. Dabei berücksichtigen wir die spezifischen Anforderungen der Branche.
Die Strategie, die sich im Steering Model und im Target Operating Model tiefer aufschlüsselt und zunehmend an End-to-End-Prozessen anstelle klassischer funktionaler Abteilungen orientiert, bildet das Dach unseres Hauses.
Vollständig harmonisierte und standardisierte Finanzprozesse stellen die tragenden Säulen des „House of Finance“ dar. Schnittstellen zu anderen Bereichen wie dem Customer-Relationship-Management (CRM), Research & Development (R&D), Supply-Chain-Management (SCM) oder Human Resources werden klar definiert und technisch umsetzbar.
Basis für die Automatisierung und Restrukturierung vorhandener Prozesse sind damit Technologien. Dabei sind alle Ebenen relevant: von Subsystemen über die ERP- und Datenmanagement-Systeme bis hin zu analytischen Systemen wie Enterprise Performance Management (EPM) und Business Intelligence (BI). Hier gilt es, in Abstimmung mit der Unternehmens-IT eine optimale IT-Architektur für die neue Finanzfunktion zu definieren.
Wir begleiten Ihr Unternehmen gerne ganzheitlich auf dem Weg der digitalen Finance Transformation. Sprechen Sie uns an.
Marketplace - Assessments
KPMG Insights zu Digital Finance
Ihre Ansprechpersonen
Christian Willmes
Partner, Consulting, Head of Technology Transformation
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Digital Finance als Steuerungsinstrument für Finanzdienstleistungen
Finanzorganisationen in Banken, Versicherungen und Asset Managern arbeiten in einem besonders anspruchsvollen Umfeld. Regulatorische Anforderungen, hohe Datenvolumina und der Bedarf an schnellerer Steuerungsinformation treffen auf gewachsene Systemlandschaften. Digital Finance bedeutet für Unternehmen der Finanzbranche, Finanzdaten, Prozesse, Kontrollen und Technologien so zu verbinden, dass Managemententscheidungen belastbarer, schneller und transparenter werden.
Für Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen reicht es nicht, einzelne Prozesse zu digitalisieren. Entscheidend ist ein Finanzbereich, der Geschäftsmodell, Risikosteuerung, Reporting und Technologiearchitektur gemeinsam betrachtet. Wir unterstützen Sie dabei, Zielbilder zu entwickeln, Datenhaushalte zu strukturieren und digitale Lösungen so einzubetten, dass sie in Ihrer Organisation wirken.
Dabei berücksichtigen wir die Besonderheiten der Finanzbranche: Governance, Datenqualität, Kontrollanforderungen und Nachvollziehbarkeit müssen von Beginn an mitgedacht werden. So entsteht eine digitale Finanzfunktion, die nicht nur effizienter arbeitet, sondern belastbare Informationen für Vorstand, Geschäftsführung und Management liefert. Die Digitalisierung wird damit zu einem steuerungsrelevanten Hebel für Unternehmen, die Finanzdienstleistungen anbieten oder im regulierten Finanzmarkt tätig sind.
Häufig gestellte Fragen
Digital Finance beschreibt die digitale Weiterentwicklung von Finanzprozessen, Datenmodellen, Kontrollen und Steuerungsinformationen in Unternehmen der Finanzbranche, insbesondere bei Banken, Versicherungen und Asset Managern.
Finanzdienstleistungen stehen unter hohem regulatorischem, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungsdruck. Digitalisierung hilft Unternehmen, Datenqualität, Transparenz und Steuerungsfähigkeit im Finanzbereich gezielt zu verbessern.
Unternehmen der Finanzbranche müssen digitale Finanzprozesse besonders eng mit Governance, Risikosteuerung, Kontrollsystemen und Nachvollziehbarkeit verbinden.
KPMG begleitet Unternehmen von der Standortbestimmung über Zielbild und Operating Model bis zur Umsetzung digitaler Lösungen und integrierter Steuerungsprozesse.