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      Die private Altersvorsorge ist für junge Zielgruppen kein Randthema – sie wird allerdings neu bewertet. Unsere repräsentative Umfrage unter 1.000 Personen zeigt, dass insbesondere unter 35-Jährige aktiv planen, sich intensiv informieren und zugleich andere Erwartungen an Produkte und Anbieter stellen als frühere Generationen. 

      Zentrale Ergebnisse

      • Hohe Abschlussabsicht

        64 Prozent der unter 35-Jährigen planen in den kommenden zwei Jahren konkrete Schritte zur Altersvorsorge.

      • Klare Präferenz für neue Produktlogiken

        78 Prozent der abschluss- oder wechselbereiten Befragten interessieren sich gezielt für moderne, kapitalmarktorientierte Lösungen wie Altersvorsorgedepots.

      • Digitaler Einstieg, persönlicher Abschluss

        54 Prozent informieren sich online über neue Vorsorgeangebote, aber 85 Prozent wollen den Abschluss nur mit Beratung.

      • Sicherheitsverständnis im Wandel

        Weniger als die Hälfte der wechsel- oder abschlussbereiten Zielgruppe legt noch Wert auf eine umfassende Kapitalabsicherung.

      • Reale Zahlungsbereitschaft

        24 Prozent der 18- bis 34-Jährigen planen jährliche Sparbeiträge von mehr als 2.400 Euro – deutlich oberhalb gängiger Fördergrenzen.

      Das bedeuten die Umfrage-Ergebnisse für Finanzunternehmen

      Junge Kundinnen und Kunden verweigern sich der Altersvorsorge nicht – sie hinterfragen deren Ausgestaltung. Klassische Sicherheitsversprechen allein reichen vielen nicht mehr aus. Stattdessen zählen Nachvollziehbarkeit, Kostenstruktur, Flexibilität und attraktive Renditechancen zu den wichtigsten Faktoren bei der Auswahl eines Altersvorsorgeprodukts. Gleichzeitig bleibt der Beratungsbedarf hoch. Digitale Informationsangebote sind für viele der erste Kontaktpunkt, ersetzen aber nicht das persönliche Gespräch. Für Anbieter im Finanzsektor liegt der Hebel daher in der intelligenten Verzahnung von digitalen Zugängen und qualifizierter Beratung. Wer diese Erwartungshaltung nicht bedient, riskiert, früh im Entscheidungsprozess ausgeschlossen zu werden.
       

      Viele junge Menschen denken Altersvorsorge heute völlig anders als frühere Generationen. Sie wollen stärker selbst entscheiden, wie ihr Geld investiert wird, und erwarten gleichzeitig einfache digitale Lösungen.
      Knut Besold
      Knut Besold

      Partner, Financial Services

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

       
      Auch der Wettbewerb verändert sich. Neue digitale Anbieter und Neobroker gewinnen an Sichtbarkeit, ohne etablierte Versicherer und Banken vollständig zu verdrängen. Für klassische Marktteilnehmer stellt sich damit weniger die Frage nach einzelnen Produkten, sondern nach ihrer Rolle im entstehenden Ökosystem rund um Beratung, Plattformen und kapitalmarktorientierte Vorsorgelösungen.

      Für Finanzunternehmen ist das ein klarer Handlungsauftrag: Altersvorsorgeangebote sollten verständlicher, flexibler und anschlussfähig an digitale Entscheidungswege werden – ohne den Beratungsanspruch aus dem Blick zu verlieren.

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