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      Geopolitische Unsicherheiten zählen mittlerweile zu den größten Herausforderungen für die Wirtschaft. Die Auswirkungen von Disruptionen wie Lieferkettenunterbrechungen, Zöllen oder Angriffen auf die digitale Infrastruktur gehören zum Alltag global agierender Unternehmen. Wer früh erkennt, welche Entwicklungen relevant werden, kann Stabilität sichern und Handlungsspielräume nutzen.

      Die vier Reifegrade des geopolitischen Managements

      Unternehmen unterscheiden sich deutlich darin, wie systematisch sie geopolitische Faktoren berücksichtigen. Das Reifegradmodell von KPMG beschreibt vier Entwicklungsstufen. Es dient als Orientierung, um die eigene Position zu bestimmen und konkrete Schritte für den weiteren Ausbau der Fähigkeiten abzuleiten.

      Infografik

      Zentrale Handlungsfelder

      Mit zunehmender Reife verändern sich nicht nur Strukturen und Entscheidungswege. Auch die inhaltlichen Schwerpunkte erweitern sich: von der Sicherung laufender Wertschöpfung hin zur aktiven Gestaltung neuer Markt- und Innovationsfelder.

      Die folgenden Handlungsfelder zeigen, wie Unternehmen geopolitische Aspekte schrittweise verankern – operativ, organisatorisch und strategisch.

      1. Betriebliche Handlungsfähigkeit sichern

      Lieferketten, physische Assets und digitale Infrastruktur werden immer öfter bedroht und sind geopolitischen Dynamiken unterworfen. Unternehmen, die kritische Abhängigkeiten kennen und wesentliche Abläufe absichern, bleiben auch unter Druck funktionsfähig.

      Unsere Expert:innen identifizieren Schwachstellen im Bereich Operations, Werksschutz, Cyberabwehr und Business Continuity Management. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln sie passende Maßnahmen zur Stärkung der betrieblichen Sicherheit und Resilienz. Dadurch entsteht ein klareres Bild über Vulnerabilitäten und Handlungsoptionen in kritischen Bereichen.

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      2. Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege klären

      Geopolitische Faktoren betreffen eine Vielzahl an Fachabteilungen, darunter Strategie, Einkauf, Produktion, Finanzen, Personal und Unternehmenssicherheit. Klare Zuständigkeiten sowie festgelegte Abläufe und Informationswege im geopolitischen Risikomanagement sorgen dafür, dass Entscheidungen schnell und konsistent getroffen werden können.

      Um die Entscheidungsfähigkeit zu stärken, unterstützen unsere Expert:innen dabei, Rollenmodelle zu schärfen, Informationswege zu strukturieren und geopolitische Aspekte in bestehende Governance- und Risikoarchitekturen einzubinden. Auf diese Weise entsteht ein abgestimmtes Vorgehen über einzelne Funktionen hinweg.

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      3. Szenarien nutzen und Orientierung schaffen

      Szenarien und Frühindikatoren unterstützen Unternehmensleitungen dabei, Entwicklungen einzuordnen und Handlungsspielräume zu bewerten. So werden strategische Entscheidungen nachvollziehbarer und planbarer.

      Für mehr Orientierung in unsicheren Lagen entwickeln unsere Expert:innen geopolitische Szenarien, erstellen Lagebilder und prüfen mögliche Auswirkungen auf Wertschöpfungsketten, Märkte oder Regulierung. In interaktiven Management- und Wargaming-Workshops schaffen wir geopolitische Awareness unter den Entscheidungsträgern Ihrer Organisation.

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      Sie möchten Ihr Unternehmen auf geopolitische Entwicklungen vorbereiten? Gemeinsam prüfen wir die Passung des Formats.

      Menschen in einem Konferenzraum

      4. Globale Aufstellung überprüfen

      Standorte, Lieferketten und Technologiezugänge müssen im Hinblick auf Robustheit, Kosten und regulatorische Anforderungen neu bewertet werden. Ziel ist die Schaffung operativer und strategischer Strukturen, die resilient und zugleich wettbewerbsfähig sind.

      KPMG unterstützt Unternehmen dabei, internationale Wertschöpfungsnetzwerke umfassend zu analysieren, geopolitische und regulatorische Entwicklungen einzuordnen und mögliche Alternativen fundiert zu vergleichen. Auf dieser Basis können globale Strukturen schrittweise weiterentwickelt und strategische Abhängigkeiten gezielt reduziert werden.

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      5. Wachstumsfelder erkennen

      Sicherheits-, Energie- und Technologiepolitik schaffen neue Märkte und Kooperationsmöglichkeiten. Wer frühzeitig Trends bewertet, kann Investitionsfelder identifizieren und Innovationschancen nutzen.

      Unsere Expert:innen analysieren geopolitisch geprägte Markt- und Technologieentwicklungen, bewerten mögliche Wachstumsfelder und unterstützen dabei, strategische Investitionen und Markteintritte sorgfältig vorzubereiten. Auf dieser Grundlage lassen sich Chancen strukturiert einordnen und fundierte Entscheidungen treffen.

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      Dr. Benedikt Herles

      Director, Co-Lead Kompetenzzentrum Geopolitics & Defence, Leiter Country Practice Afrika

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