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      Wie beurteilen deutsche Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit in einem Umfeld aus technologischen Umbrüchen, geopolitischen Spannungen und neuen regulatorischen Anforderungen? In welche Themenfelder investieren sie vorrangig? Und welche Trends werden die nächsten drei Jahre am stärksten prägen? Lesen Sie jetzt im Future Readiness Monitor 2026, wie Top-Entscheider:innen zentrale Zukunftsthemen einordnen – von KI und Cyberresilienz über Business Performance bis hin zu Geopolitik, Nachhaltigkeit und Klimarisiken.


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      Studie

      Future Readiness Monitor 2026

      Wie richten sich Unternehmen in Deutschland strategisch für die kommenden Jahre aus? Wir haben 524 Entscheiderinnen und Entscheider aus 15 Branchen gefragt.

       
       
       



      Wie KI, Cybersecurity und Geopolitik die Vorstandsagenda bestimmen

      Im März 2026 haben wir 524 Top-Entscheider:innen aus 15 Branchen befragt, wie sie die Relevanz, den Reifegrad und die Investitionspriorität ausgewählter Zukunftsthemen beurteilen und wie optimistisch sie auf die Entwicklung ihres Unternehmens in den nächsten drei Jahren blicken. Die Ergebnisse zeigen, in welchen Bereichen bereits belastbare Grundlagen bestehen und wo Unternehmen ihre Fähigkeiten, Strukturen und Investitionen gezielt weiterentwickeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben.

      10

      Trend-Themen

      15

      Branchen

      524

      Top-Entscheider:innen

      Die wichtigsten Erkenntnisse

      Optimismus

      53% 

      Die Stimmung ist geteilt: 53 Prozent der befragten Unternehmen blicken trotz Unsicherheit optimistisch auf die nächsten drei Jahre. Geopolitische Spannungen, technologische Umbrüche und neue Regulierung werden als deutliche Belastungsfaktoren gesehen.

      Relevanz

      89%

      Die KI-gestützte Transformation von Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen wird von 89 Prozent der Unternehmen als hoch relevant eingestuft – kein anderes Transformationsthema erreicht einen ähnlich hohen Wert.

      Investitions-Priorität

      69%

      Bei den Investitionen liegt die KI-gestützte Transformation vorn: 69 Prozent der Unternehmen geben diesem Feld eine hohe Priorität, insbesondere beim Aufbau von Datenstrukturen, Systemlandschaften und neuen Kompetenzen.

      Reifegrad

      33%

      Beim Reifegrad zeigt sich eine deutliche Lücke: Nur etwa jedes dritte Unternehmen fühlt sich bei Zukunftstechnologien wie KI oder Digital Twins wirklich gut aufgestellt. Hier bleibt der Abstand zwischen Anspruch und Umsetzung besonders groß.



      Die Trends im Detail

      Die Bedrohungslage im Cyberraum bleibt hoch und entwickelt sich dynamisch weiter – das BSI sieht in seinem aktuellen Lagebericht „keinen Grund zur Entwarnung“. Cyberresilienz zählt 2026 zu den strategisch wichtigsten Themen, gleichzeitig halten viele Unternehmen ihren Reifegrad für niedriger als es die professioneller und schneller werdenden Angriffe eigentlich erfordern. Besonders kleine und mittlere Unternehmen geraten stärker in den Fokus von Cyberangriffen, verfügen aber häufig nicht über die gleichen Ressourcen wie Großunternehmen, um sie effektiv abzuwehren.


      Performance Culture wird in nahezu allen Branchen als wichtig eingeschätzt, bleibt in der Umsetzung aber hinter diesem Anspruch zurück. Die Relevanz liegt deutlich über dem Reifegrad – viele Unternehmen befinden sich in einer Übergangsphase, in der Leistungsorientierung zwar auf der Agenda steht, aber noch nicht konsequent in Zielsystemen, Anreizlogiken und Führungsalltag verankert ist. Investitionen erfolgen häufig indirekt im Rahmen größerer Transformations- und Effizienzprogramme, statt als klar priorisiertes eigenes Handlungsfeld.

      Die KI-gestützte Transformation steht 2026 ganz oben auf der Managementagenda: 89 Prozent der Unternehmen bewerten das Thema als hoch relevant – mehr als jedes andere Transformationsthema. Gleichzeitig ist es eines der Felder mit dem niedrigsten Reifegrad; viele Organisationen bleiben bei isolierten Use Cases und Pilotprojekten stehen. Dennoch messen 69 Prozent der Unternehmen diesem Bereich eine hohe Investitionspriorität bei, vor allem in Datenstrukturen, Systemlandschaften und KI-bezogene Fähigkeiten.


      Rund drei von vier Unternehmen stufen die Nutzung von Zukunftstechnologien als hoch relevant ein. Dennoch sieht sich nur rund ein Drittel organisatorisch gut aufgestellt, um Technologien wie KI, Quantentechnologien, Digital Twins oder Extended Reality systematisch zu nutzen. Die Investitionsbereitschaft ist vorhanden, bleibt gemessen an Tempo und Potenzial der technologischen Entwicklung aber insgesamt noch zurückhaltend – mit steigender Tendenz in daten- und technologieintensiven Branchen.


      79 Prozent der Unternehmen stufen die Sicherung und Steigerung der Business Performance als hoch relevant ein. Damit gehört das Thema zu den wichtigsten Handlungsfeldern 2026. Gleichzeitig erreichen nur 43 Prozent einen hohen Reifegrad. Mehr als die Hälfte ist also höchstens mittelmäßig aufgestellt. 52 Prozent priorisieren entsprechende Investitionen. Sie investieren gezielt in KI‑Anwendungen, Daten‑ und Analytics‑Fähigkeiten, Prozessautomatisierung und moderne Steuerungssysteme.


      Im Bereich Regulierung und Governance weisen Unternehmen im Themenvergleich den höchsten Reifegrad auf: 63 Prozent bewerten ihren Umsetzungsstand als hoch – ein Plus von rund 13 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Governance-Strukturen wurden über Jahre aufgebaut und weiterentwickelt, sodass heute vor allem gezielte Nachschärfung statt grundlegender Neuaufbau im Vordergrund steht. Investitionen fließen vor allem dorthin, wo neue Regelwerke – etwa DORA, NIS2, EU AI Act oder Nachhaltigkeitsregulierung – zusätzliche Anforderungen an IT, Daten und Reporting schaffen.


      Rund zwei Drittel der Unternehmen stufen geopolitische Entwicklungen als hoch relevant ein, das Niveau liegt damit nahezu auf Vorjahreshöhe. Der Reifegrad im Umgang mit Geopolitik wird im Mittel als ausreichend eingeschätzt, die Investitionspriorität bleibt jedoch vergleichsweise verhalten – viele Unternehmen reagieren weiterhin eher anlassbezogen, statt vorausschauend zu steuern. Die Zahlen zeigen, dass nur ein kleiner Teil über wirklich systematisches geopolitisches Risikomanagement und belastbare Forecasting-Ansätze verfügt.


      • 73% Relevanz

        Die Relevanz stufen 73 Prozent der Befragten als hoch ein, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 63 Prozent im letzten Jahr darstellt. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die das Thema mit geringer Relevanz bewerten, um sechs Prozentpunkte auf 19 Prozent gesunken.
        Diese stärkere Position im Themenvergleich verdeutlicht: Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte gewinnen insbesondere im Kontext grenzüberschreitender Transaktionen immer mehr an Bedeutung für strategische Entscheidungen. Hier erschweren geopolitische Unsicherheiten, volatile Finanzierungsbedingungen und protektionistische Handelsmaßnahmen die Planungssicherheit erheblich. Entsprechend zählen tektonische Verschiebungen in globalen Machtverhältnissen, Wirtschaftsregionen und Handelsbeziehungen zu den zentralen Risiken, die KPMG für 2025 identifiziert hat. Die Einschätzungen verdeutlichen: Geopolitische Dynamiken haben bereits heute weitreichenden Einfluss auf globale Lieferketten, Marktstrategien und Standortentscheidungen. Sie werden branchenübergreifend als hochrelevantes Thema wahrgenommen.

      • 59% Reifegrad

        Insgesamt 59 Prozent der Befragten ordnen den Reifegrad ihres Unternehmens weiterhin dem oberen Bereich zu. Im Vergleich zu 2024 ist der Anteil der Befragten, die eine niedrige Reife einschätzen, um sieben Prozentpunkte auf 20 Prozent gesunken. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Unternehmen, nicht zuletzt als Reaktion auf die Krisenerfahrungen der vergangenen Jahre, gezielt Maßnahmen zur Stärkung ihrer organisatorischen und operativen Resilienz ergriffen haben.

      • 60% Investitionspriorität

        Bei der Investitionsbereitschaft zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend: Insgesamt 60 Prozent der Unternehmen priorisieren ihre Investitionen zur Bewältigung geopolitischer Risiken und Handelskonflikte in den kommenden drei Jahren hoch. Damit zeigt sich ein Zuwachs von zehn Prozentpunkten gegenüber 2024. Gleichzeitig bewerten aber auch 28 Prozent die Investitionspriorität als niedrig – ein überraschend hoher Wert, der auf eine weiterhin bestehende Zurückhaltung in Teilen der Wirtschaft hindeutet.

      Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht sich beim nachhaltigen Wirtschaften bereits gut aufgestellt – ein Spitzenwert im Themenvergleich. Drei von vier Unternehmen erkennen laut KPMG-Sustainability-Value-Creation-Studie einen direkten Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und finanzieller Leistungsfähigkeit. Dennoch bewerten viele Unternehmen die finanziellen Auswirkungen ihrer Nachhaltigkeitsmaßnahmen noch nicht regelmäßig, wodurch wirtschaftliche Potenziale und Risiken nicht immer konsequent in Entscheidungen einfließen.


      Rund die Hälfte der Unternehmen misst der Geschäftsmodelltransformation eine hohe Investitionspriorität bei, während etwa jedes fünfte Unternehmen hier nur geringe Investitionen plant. Viele Organisationen haben bereits einen soliden Reifegrad erreicht. Sie entwickeln ihr Geschäftsmodell gezielt weiter, statt es grundlegend umzubauen. Die Transformation erfolgt zunehmend selektiv – etwa durch gezielte Akquisitionen, Partnerschaften und Anpassungen im Portfolio. Dabei orientieren sich die Unternehmen stärker am erwarteten Wertbeitrag und an der Integrationsfähigkeit.


      45 Prozent der Unternehmen bewerten Klimarisiken und klimabedingte Veränderungen als hoch relevant. Dennoch zählt das Thema aktuell zu den weniger priorisierten Handlungsfeldern. Beim Reifegrad sieht sich knapp die Hälfte bereits gut aufgestellt. Rund ein Drittel erreicht ein mittleres Niveau, knapp ein Fünftel steht noch am Anfang. Nur etwas mehr als jedes vierte Unternehmen misst Klimarisiken derzeit eine hohe Investitionspriorität bei – mit der Gefahr, notwendige Anpassungen später unter höherem Zeit- und Kostendruck nachholen zu müssen.


      Weitere Einblicke

      Hier finden Sie den Gesamtreport des Vorjahres – zum Nachlesen, Vergleichen und Einordnen aktueller Entwicklungen.

      Ihre Ansprechperson

      Dr. Ladislava Klein

      CMO, Mitglied des Vorstands, Bereichsvorständin für Familienunternehmen

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft