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      Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) verlagert unternehmerische Sorgfaltspflichten von der Berichterstattung in die operative Steuerung. Betroffene Unternehmen müssen menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken entlang ihrer Wertschöpfungskette systematisch identifizieren, bewerten und steuern, ähnlich wie bei der DSGVO werden neue Governance-, Kontroll- und Überwachungsmechanismen erforderlich Der Fokus verschiebt sich von einzelnen Maßnahmen hin zu den ineinandergreifenden Strukturen in der Lieferkette und operativen Entscheidungsprozessen.

      Wie sich dieser Übergang bewältigen lässt, zeigen unsere Expertinnen und Experten: Sie ordnen den Anwendungsbereich ein, beleuchten das Zusammenspiel mit weiteren EU-Regularien und leiten ein integriertes Steuerungsmodell für Ihre Lieferkette ab.

      CSDDD im Überblick: Was Entscheider:innen jetzt bedenken sollten

      Der wachsende Anpassungsdruck durch die CSDDD verändert Kostenstrukturen und Marktanforderungen und prägt die Erwartungen von gleich mehreren Seiten. Defizite bei Sorgfaltsprozessen können sich negativ auf Finanzierungsmöglichkeiten und Geschäftsbeziehungen auswirken.

      Geschäftlicher Erfolg hängt damit zunehmend daran, Anforderungen entlang der Lieferkette nachvollziehbar zu erfüllen.

      • Nach Berechnungen der niederländischen Forschungsorganisation SOMO fallen rund 1.400 Unternehmensgruppen weltweit unter die CSDDD, davon etwa 280 Konzernmütter in Deutschland.
      • Über Verträge, Audits und Datenanforderungen entsteht ein Multiplikatoreffekt bis tief in die Lieferkette.
      • Bei unzureichender Umsetzung drohen Bußgelder, Reputationsschäden, Auschluss aus Lieferketten sowie – abhängig von der nationalen Umsetzung – zivilrechtliche Risiken. 
      • Die CSDDD bietet erhebliche Synergiepotenziale mit verschiedenen Regulatoriken u.A. CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM), Entwaldungsverordnung (EUDR) und EU-Verordnung gegen Zwangsarbeit (FLR), insbesondere bei Lieferantendaten, Compliance-Prozessen und Governance-Strukturen. 
      • Operativ verschiebt sich der Aufwand in die Lieferantenbewertung, in höhere Transparenz- und Datenanforderungen sowie in die Diversifizierung von Lieferbeziehungen.

      Wie Unternehmen ihre CSDDD-Umsetzung steuern können

      Erst wenn Unternehmen wissen, welche Risiken in welchem Teil ihrer Lieferkette liegen, lassen sich Prioritäten und Verantwortlichkeiten festlegen. Darauf baut eine integrierte Steuerung auf, die Daten, Prozesse und Governance-Strukturen gemeinsam nutzt, statt jede Regulierung einzeln umzusetzen.

      Fragmentierte Ansätze führen zu Doppelarbeit und mitunter auch zu Inkonsistenzen. Ein integriertes Modell senkt die Komplexität, nutzt bestehende Strukturen mehrfach und stärkt die Kontrolle über Haftungs- und Sanktionsrisiken. Unternehmen, die diesen Weg früh gehen, erfüllen regulatorische Anforderungen nicht nur, sondern nutzen sie als Wettbewerbsvorteil.



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