Die Zuversicht der CEOs in Deutschland für die Wachstumsaussichten ihres Unternehmens ist im Jahr 2025 gesunken. Damit setzt sich ein Abwärtstrend aus den Vorjahren fort und die Werte sind auch im internationalen Vergleich schlechter. Gleichzeitig gibt es in den Betrieben trotz Polykrise angesichts richtungsweisender Entscheidungen viel Dynamik, die positiv stimmt. Das geht aus dem KPMG CEO Outlook 2025 hervor, für den weltweit insgesamt 1.350 Führungskräfte befragt wurden, darunter 125 CEOs in Deutschland.
Die wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Transformationsprozesse führen aktuell dazu, dass in deutschen Chefetagen strategisch merklich adjustiert wird. Zunehmend in den Mittelpunkt rücken beispielsweise Investitionen in künstliche Intelligenz sowie potenzielle Akquisitionen. Auswertung und Einordnung der Umfrageergebnisse im KPMG CEO Outlook zeichnen ein vielschichtiges Lagebild in disruptiven Zeiten und geben wertvolle Praxis-Impulse.
CEO Outlook 2025
Exklusive Einblicke: So bewerten deutsche Führungskräfte ihre Unternehmen, Wachstumsaussichten und die wichtigsten Wirtschaftsthemen.
Jetzt herunterladenDeutsche CEOs sehen ihre Wachstumsaussichten im Vergleich zu ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen skeptischer. Dennoch bleiben sie nicht passiv, sondern gestalten aktiv die Transformation. Sie investieren in Künstliche Intelligenz, entwickeln neue Kompetenzen und zeigen eine erhöhte Bereitschaft zu Übernahmen. Auf diese Weise suchen Unternehmen gezielt nach Möglichkeiten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Sechs Kernerkenntnisse im kompakten Überblick
72 Prozent der CEOs in Deutschland rechnen mit Wachstum ihres Unternehmens (international: 79 Prozent). 2024 waren es noch 77 Prozent, 2023 80 Prozent und 2022 90 Prozent.
86 Prozent wollen bis 2028 zusätzliche Stellen schaffen, 40 Prozent davon planen sogar einen Personalzuwachs von über fünf Prozent. 73 Prozent definieren zudem KI-bedingt Rollen und Karrierepfade neu.
77 Prozent sagen, dass insbesondere Cybersicherheit in den kommenden drei Jahren die Unternehmensprosperität (sehr) beeinträchtigen wird. Dahinter folgen Kostensteigerungen und KI-Integration. Auffällig: Protektionismusrisiken werden deutlich relevanter.
68 Prozent der CEOs in Deutschland nennen KI auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten weiterhin als oberstes Investitionsziel. 80 Prozent wollen dafür trotz trüber Konjunkturaussichten kurzfristig mindestens 10 Prozent ihres Budgets bereitstellen.
82 Prozent deutscher Unternehmen haben die Wachstumsstrategie aufgrund der Polykrise bereits geändert. 58 Prozent rechnen mit Übernahmen, die signifikanten Einfluss auf das Unternehmen haben – ein Anstieg um 18 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Kurzfristig messbarer Erfolg – höhere Profitabilität, optimierte Datenanalysen – ist für CEOs in Deutschland der wichtigste Aspekt beim KI-Einsatz. Als größte Herausforderungen werden fehlende Regulatorik und ethische Fragen wahrgenommen.
Die Umfrageergebnisse belegen, dass die Aufgaben komplex sind und dass die Stimmung eingetrübt ist. Im KPMG CEO Outlook 2025 wird aber auch deutlich, dass CEOS in Deutschland im volatilen Umfeld proaktiv gestalten, ob bei der zunehmend in der Unternehmenspraxis verankerten ESG-Transformation, bei der ganzheitlichen KI-Integration sowie Transformation von Geschäftsmodellen oder beim Evaluieren von Zukäufen. Es zeigt sich, dass Unternehmen konsequent handeln, um Risiken zu begrenzen und die Resilienz zu steigern – ein positiver Befund.
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Mattias Schmelzer
CEO, Sprecher des Vorstands
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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