Bislang stand die Erfüllung regulatorischer Anforderungen im Vordergrund der Compliance Tätigkeiten. Die stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen und erhöhte Erwartungen von Aufsichtsgremien haben das Aufgabenfeld von Compliance in den letzten Jahren stetig erweitert. Gleichzeitig werden Geschäftsmodelle digitaler, Risikoprofile ändern sich, die Sammlung von Big Data verändert die Informationsbasis - mit anderen Worten, die digitale Transformation ist in vollem Gange.
Wertbeitrag einzelner Compliance Dienstleistungen in den Vordergrund stellen
Und diese ist mittlerweile auch in der Compliance angekommen. Das Selbstverständnis der Compliance-Organisation ändert sich hin zu einem wertorientierten Ansatz, der effizient den Wertbeitrag einzelner Compliance Dienstleistungen in den Vordergrund stellt. Voraussetzung für die Transformation ist eine wert- und ergebnisorientierte Analyse der Dienstleistungen in Verbindung mit der Digitalisierung wesentlicher Compliance Dienstleistungen und einer klaren Vorstellung ihrer strategischen Ausrichtung.
Um diese Transformation voran zu treiben sind ein tiefes Verständnis der Organisation, Geschäftsmodelle und -prozesse bei gleichzeitigem Expertenwissen hinsichtlich komplexer Compliance Sachverhalte und -prozesse notwendig. Ein modernes Compliance Management System muss in der Lage sein, agil und flexibel auf die permanenten Änderungen zu reagieren, ist stetig im Weiterentwicklungsprozess und stellt sich selbstbewusst der Frage des Wertbeitrags innerhalb eines Unternehmens.
Unser Leistungsangebot
Zunächst evaluieren wir Ihre Compliance Funktion anhand eines Reifegrademodells und analysieren den Wertbeitrag einzelner Compliance Dienstleistungen hinsichtlich der Risikomitigierung, ihres zeitlichen Aufwands, ihrer Agilität und Flexibilität auf neue Compliance relevante Sachverhalte und nicht zuletzt inwiefern sie im Einklang mit ihrer gesamtheitlichen Strategie und Kultur stehen. Im Rahmen dieser Analyse schauen wir auf Ihre gesamte Compliance Organisation und identifizieren Optimierungspotenziale durch bspw. die Digitalisierung oder auch durch die Bündelung von Compliance Aktivitäten.
Mit innovativen Lösungen, Technologie und einem interdisziplinären Team setzen wir Ihre Compliance Strategie um und rüsten Sie für die Herausforderungen von morgen.
Ihre Ansprechpersonen
Dr. Jan-Hendrik Gnändiger
Partner, Audit - Regulatory Advisory, Global & EMA Sustainability Reporting Advisory Lead, Head of Sustainability Germany
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Eun-Hye Cho
Partnerin, Audit, Regulatory Advisory, Sustainability Reporting & Governance
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
- Item 1
- Item 2
Eine Compliance-Strategie mit klaren Prioritäten
Eine belastbare Compliance-Strategie verbindet das individuelle Risikoprofil eines Unternehmens mit seinen Geschäftszielen und den Erwartungen relevanter Stakeholder. Ausgangspunkt ist eine strukturierte Risikobewertung: Welche regulatorischen, organisatorischen und geschäftsspezifischen Risiken bestehen? Wie hoch sind Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen? Und welche Maßnahmen sind erforderlich, um diese Risiken angemessen zu steuern?
Auf dieser Grundlage definiert die Compliance-Strategie, welche Leistungen die Compliance-Funktion erbringt, wie Ressourcen eingesetzt werden und welche Verantwortlichkeiten gelten. KPMG unterstützt Unternehmen dabei, strategische Leitplanken zu formulieren und in ein umsetzbares Leistungsportfolio zu überführen. Dabei betrachtet KPMG regulatorische Pflichten, Ergebnisse der Risikobewertung sowie Anforderungen aus Organisation, Geschäftsmodell und Unternehmenskultur gemeinsam.
Compliance Transformation im Betriebsmodell verankern
Eine Compliance Transformation wird wirksam, wenn sie sich in Rollen, Prozessen und Schnittstellen des Unternehmens widerspiegelt. Dafür braucht es ein Target Operating Model, das Zuständigkeiten zwischen Compliance, Legal, Risikomanagement, Interner Revision, IT, Personalbereich und operativen Einheiten eindeutig regelt.
KPMG begleitet Unternehmen bei der Ausgestaltung dieser Governance und entwickelt Entscheidungsrechte, Eskalationswege und Kooperationsmodelle. Auch die Verteilung von Leistungen auf zentrale, dezentrale oder internationale Einheiten wird berücksichtigt. Eine offene Kommunikationskultur unterstützt dabei, Compliance-Anforderungen verständlich zu vermitteln, Bedenken frühzeitig anzusprechen und Verantwortungsbewusstsein im Unternehmen zu stärken.
Steuerung durch Daten und aussagekräftige Kennzahlen
Eine moderne Compliance-Strategie benötigt eine belastbare Informationsbasis. Kennzahlen zu Risikobewertung, Kontrollen, Hinweisen, Untersuchungen, Trainings und Richtlinien machen Entwicklungen sichtbar und unterstützen fundierte Managemententscheidungen. Voraussetzung sind einheitliche Definitionen, klare Datenverantwortung und nachvollziehbare Berichtswege.
KPMG unterstützt bei der Auswahl geeigneter Leistungs- und Risikoindikatoren sowie bei der Entwicklung adressatengerechter Dashboards. Unternehmen können so die Wirksamkeit ihrer Compliance-Funktion kontinuierlich bewerten, Abweichungen frühzeitig erkennen und Maßnahmen gezielt priorisieren.
Von der Strategie zur erfolgreichen Implementierung
Für die Implementierung entwickelt KPMG eine priorisierte Roadmap mit konkreten Maßnahmen, Abhängigkeiten, Verantwortlichkeiten und Meilensteinen. Pilotierungen und gestaffelte Umsetzungsphasen ermöglichen es, neue Rollen und Prozesse zunächst in ausgewählten Bereichen zu erproben und anschließend im gesamten Unternehmen auszurollen.
Ein aktives Veränderungsmanagement begleitet die Compliance Transformation. Kommunikation, Qualifizierung und die Einbindung relevanter Bezugsgruppen fördern die Akzeptanz neuer Arbeitsweisen. Gleichzeitig trägt eine konsistente Kommunikationskultur dazu bei, das Zielbild dauerhaft im Unternehmen zu verankern.
Häufig gestellte Fragen
Eine Compliance-Strategie definiert das Zielbild, die Prioritäten und das Leistungsportfolio der Compliance-Funktion. Sie verbindet die Ergebnisse der Risikobewertung mit den Geschäftszielen, Verantwortlichkeiten und Ressourcen des Unternehmens.
Die Risikobewertung schafft Transparenz über relevante Compliance-Risiken und deren mögliche Auswirkungen. Unternehmen können dadurch Maßnahmen priorisieren, Ressourcen risikoorientiert einsetzen und ihre Compliance-Strategie auf das tatsächliche Risikoprofil ausrichten.
Zu Beginn werden die Ausgangslage, die Risikobewertung und das strategische Zielbild analysiert. Darauf folgen die Ausgestaltung des künftigen Betriebsmodells, die Entwicklung einer Roadmap sowie die schrittweise Implementierung neuer Rollen, Prozesse und Steuerungsmechanismen.
Eine offene Kommunikationskultur erleichtert es Mitarbeitenden, Fragen, Unsicherheiten und mögliche Verstöße frühzeitig anzusprechen. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Compliance als gemeinsame Verantwortung zu verankern und Veränderungen nachvollziehbar zu vermitteln.
Ein Compliance Target Operating Model beschreibt, wie die Compliance-Funktion eines Unternehmens organisiert und gesteuert wird. Es umfasst Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Entscheidungsrechte, Schnittstellen, Kompetenzen, Technologie und die Verteilung von Leistungen.
Eine erfolgreiche Implementierung benötigt klare Verantwortlichkeiten, realistische Umsetzungsschritte und messbare Meilensteine. Pilotierungen, Schulungen, Kommunikation und die frühzeitige Einbindung betroffener Bereiche unterstützen die dauerhafte Überführung in den Regelbetrieb.