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      Mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und internationalen Vorgaben wie denen des International Sustainability Standards Boards (ISSB) rücken die finanziellen Effekte von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen („Anticipated Financial Effects“) in den Fokus der Unternehmensberichterstattung. Unternehmen müssen diese Effekte systematisch identifizieren, quantifizieren und offenlegen. Die Grundlage dafür bildet die doppelte Wesentlichkeitsanalyse. Sie betrachtet sowohl, wie das Unternehmen auf Umwelt, Gesellschaft und Governance wirkt (Inside-out), als auch, wie diese Faktoren das Unternehmen beeinflussen (Outside-in).

      Aktuelle regulatorische Anforderungen im Überblick

      Die ESRS (basierend auf Simplified ESRS veröffentlicht im Dezember 2025) fordern, dass die finanziellen Auswirkungen auf Finanz- und Ertragslage sowie Zahlungsströme für kurz-, mittel- und langfristige Zeiträume dargestellt werden. Der langfristige Zeitraum umfasst dabei mehr als fünf Jahre. Ab 2027 gilt eine stufenweise Berichtspflicht: In den ersten drei Jahren sind qualitative Angaben ausreichend, ab dem vierten Jahr werden quantitative Angaben verpflichtend. Vergleichbare Anforderungen finden sich auch in den internationalen IFRS Sustainability Disclosure Standards (IFRS S1 und S2) des ISSB. 



      Nachhaltigkeit messbar machen

      Die Betrachtung finanzieller Effekte ist nicht nur für die Compliance entscheidend, sondern ermöglicht es auch, Nachhaltigkeit als Werttreiber in die Strategie, ins Management von Risiken und Chancen sowie in die Finanzplanung zu integrieren.

      Resilienz stärken und Chancen nutzen


      Eine datenbasierte Analyse schafft Transparenz und eine Grundlage für fundierte Entscheidungen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und verbessert den Zugang zu Kapital.

      Gleichzeitig gilt es, komplexe Aufgabenstellungen zu bewältigen, denn
      die Umsetzung der ESG-Transformation bringt vielfältige Herausforderungen mit sich, darunter:

      • Bewerten und Modellieren von ESG-Risiken und -Chancen trotz Unsicherheiten,
      • Integration nicht finanzieller Daten in Steuerungsprozesse wie beispielsweise Daten zu CO₂-Emissionen,
      • Sicherstellen von Datenqualität und -verfügbarkeit,
      • Enge Zusammenarbeit zwischen Finanz- und Nachhaltigkeitsteams.

      Erfahrungsberichte aus der Praxis

      Unser Ziel war es, frühzeitig die Weichen für die künftige ESRS-Berichterstattung zu stellen. Die Einbindung verschiedener Fachbereiche ist entscheidend, um alle relevanten Daten zusammenzuführen. Gemeinsam mit KPMG konnten wir einen Ansatz erarbeiten, wie sich die Prozesse der Risiko- und Chancenermittlung im Nachhaltigkeitsbericht mit den Planungsprozessen im Finanzbereich verbinden lassen.

      Stefanie Schnee: Senior Vice President Corporate Accounting & Tax, Wacker Chemie AG




      Unser Ansatz für Ihren Erfolg

      Mit unserem strukturierten Ansatz unterstützen wir Ihr Unternehmen beim Umsetzen einer effizienten Vorgehensweise, die sich an Ihren individuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen orientiert. Sie erhalten praxisnahe Handlungsempfehlungen, individuelle Modellierungstools sowie ein Benchmarking von Modellprämissen. Durch den kooperativen Ansatz lernen Sie gleichzeitig die Quantifizierung in den Folgejahren oder für andere Teilaspekte selbst durchzuführen.


      • Stakeholder-Identifizierung und Konkretisierung der Chancen und Risiken​

        Detaillierte Beschreibung finanzieller Auswirkungen von Risiken und Chancen​

      • Werttreiberlogik

        Entwicklung einer Logik mit wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Werttreibern

      • Datenerhebung und Qualitätssicherung

        Datensammlung aus verschiedenen Quellen​
         

        Sicherstellung hoher Datenqualität und Definition von Bandbreiten für zentrale Werttreiber

      • Modellierung, Simulation und Prognosetechniken

        Sensitivitätsanalyse, Szenarioanalyse und Monte-Carlo-Simulation​
         

        Integrierte Planung 2.0

      • Interpretation der Ergebnisse und Berichterstattung

        Analyse der Auswirkungen und Dokumentation der Ergebnisse für Transparenz​
         

        Auswirkungen auf Finanzberichterstattung und Geschäftsstrategie


      Erfahrungsberichte aus der Praxis

      Die Bewertung der langfristigen Risiken und Chancen, die aus der Transformation resultieren, haben einen wichtigen Einfluss auf die Unternehmensstrategie. Der strukturierte Ansatz der KPMG hat uns geholfen, bestehende Annahmen zu unseren Risiken und Chancen zu prüfen und unsere eigenen Modelle weiterzuentwickeln.

      Dr. Peter Gigler: Head of Corporate ESG, Wacker Chemie AG


      Ihr Mehrwert mit KPMG

      • Interdisziplinäres Team aus den Bereichen Regulatory, Strategy und Valuation
      • Bewährte Methoden zur Quantifizierung von ESG-Risiken und -Chancen
      • Maßgeschneiderte, prüfungsfähige Ergebnisse
      • Effizienzsteigerung durch gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz


      Erfahrungsberichte aus der Praxis

      Das Projekt hat mir gezeigt, dass man nicht früh genug anfangen kann, sich diesem Thema zu nähern. Wir haben mit einfachen, plakativen Risiken und Chancen gearbeitet. Die Dimensionen wurden aber durchaus komplex. Die Kombination aus Nachhaltigkeitsexpertise und Bewertungsknowhow sowohl von unserer Seite als auch von KPMG hat uns interessante Ergebnisse erzielen lassen. Ein tolles Projekt mit der Erkenntnis, dass die Informationen nicht nur für die Berichtspflicht interessant werden können.

      Anke Schrepfer: Head of Corporate Accounting and Sustainability Reporting, Wacker Chemie AG


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