Ein Vertriebsmodell, bei dem der Hersteller das Fahrzeug direkt an den Kunden oder die Kundin verkauft bzw. über Agenten vermittelt, bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Damit es erfolgreich umgesetzt werden kann, gilt es, eine strategische Vorgehensweise zu definieren und Kompetenzen aufzubauen, die derzeit noch bei den Händlern liegen. Dies erfordert bedeutende Investitionen.
Dennoch ergeben sich bei einer erfolgreichen Umsetzung erhebliche Vorteile sowohl für die Kundschaft als auch für die OEMs und Händler. Die Vorteile und Herausforderungen – insbesondere mit Blick auf den deutschen Markt – werden wir in den kommenden Artikeln dieser Reihe darstellen. Hierbei werden wir uns auf folgende essenzielle Fragen konzentrieren:
- Was sind die entscheidenden Anreize für die OEMs, diesen Wandel anzustreben?
- Warum wird diese Umstellung als revolutionär für OEMs betrachtet? Welche Vorteile und Potenziale sind damit verbunden? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Direktvertriebsmodelle voneinander?
- Welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf Kund:innen und Händler? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus?
- Welche Planung ist seitens der OEMs erforderlich, um ein digitales Direktvertriebsmodell anzugehen?
- Wie wirkt sich die Umstellung auf die Customer Journey aus, mit Blick auf die Touchpoints und Operations?
- Wie wird Direct Service in die Geschäftsabläufe integriert? Welche Strategien werden angewandt, um den Kundenservice zu optimieren, und welche Schritte sind erforderlich?
- Wie werden ESG-Prinzipien (Environment, Social, Governance) in den Direktvertrieb einbezogen? Welche konkreten Schritte sollte ein Unternehmen übernehmen, um sicherzustellen, dass der Vertrieb nachhaltig und sozial verantwortungsbewusst ist?
Die eingehende Beantwortung dieser Fragen führt zu einem ganzheitlichen Verständnis der Bedeutung des Direktvertriebs und seiner umfangreichen Möglichkeiten.
Co-Autoren: Albion Loshaj, Hilal Bolat und Luca Scholz