Das wohl drängendste Thema für Asset Manager im kommenden Jahr werden die Neuerungen unter dem Begriff T+1 Settlement sein. Dahinter steckt die Verkürzung der Abrechnungsfrist für Wertpapiertransaktionen. Nach der Umsetzung in den USA und Kanada wird der Zyklus nun auch in Europa von zwei auf einen Tag verringert – das kann für viele Anbieter Auswirkungen auf die Fonds-Wertschöpfungskette haben.
Formal betrachtet ist zwar noch etwas Zeit: Die EU will den Abwicklungszyklus bis zum 11. Oktober 2027 auf den Transaktionstag plus eins (T+1) verkürzen. Das bedeutet, dass eine Abwicklung innerhalb eines Tages nach dem Tag der Transaktion abgeschlossen sein muss.
Die Umstellung erfordert jedoch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit zentralen Fragen bereits im Jahr 2025: Welche Prozesse und Systeme müssen angepasst werden? Was ist strategisch sinnvoller: eine Erhöhung des Funding-Gaps oder Investitionen in eine schnellere Infrastruktur? Viele Antworten lassen sich nur in Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmenden klären. Ein komplexer Umsetzungsprozess steht bevor.
Die nächsten Schritte der Aufsicht haben wir hier zusammengefasst.