Der Digitale Produktpass (DPP) ist ein Instrument zur systematischen Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe produktbezogener Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus von Entwicklung bis zum Recycling. Er enthält unter anderem zentrale Daten wie Materialzusammensetzung, CO₂-Fußabdruck, Reparierbarkeit und Hinweise zur Entsorgung.
Der DPP ist ein Kernelement der neuen EU-Verordnung Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR). Die noch ausstehenden Delegierten Rechtsakte definieren den genauen Anwendungsbereich je Produktgruppe. Nach deren Veröffentlichungen haben Unternehmen 18 Monate Zeit, den DPP umzusetzen.
Die Einführung erfolgt zunächst für priorisierte Produktgruppen wie Textilien, Reifen, Möbel und Matratzen sowie für Zwischenprodukte aus Aluminium, Eisen und Stahl. Darüber hinaus sollen horizontale Anforderungen geschaffen werden, die für mehrere, noch näher zu definierende Produktgruppen gelten werden. Diese betreffen insbesondere die Themen Reparierbarkeit, recycelter Inhalt und Recyclingfähigkeit von Elektro- und Elektronikgeräten.