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      Der Digitale Produktpass (DPP) entwickelt sich für viele Unternehmen zu einem strategischen Thema. Im Zuge der EU-Vorgaben zum DPP müssen Unternehmen künftig deutlich mehr Produkt-, Material- und Nachhaltigkeitsinformationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus über eine neuartige Datenarchitektur bereitstellen. Damit betrifft der DPP nicht nur Compliance-Fragen, sondern auch Datenmanagement, Operations, Sustainability und die technologische Infrastruktur. Unternehmen stehen vor der Frage, wie gut sie vorbereitet sind und welche Maßnahmen jetzt erforderlich werden.

      Was ist der Digitale Produktpass?

      Der Digitale Produktpass (DPP) ist ein Instrument zur systematischen Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe produktbezogener Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus von Entwicklung bis zum Recycling. Er enthält unter anderem zentrale Daten wie Materialzusammensetzung, CO₂-Fußabdruck, Reparierbarkeit und Hinweise zur Entsorgung.

      Der DPP ist ein Kernelement der neuen EU-Verordnung Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR). Die noch ausstehenden Delegierten Rechtsakte definieren den genauen Anwendungsbereich je Produktgruppe. Nach deren Veröffentlichungen haben Unternehmen 18 Monate Zeit, den DPP umzusetzen.

      Welche Unternehmen und Produktgruppen sind vom DPP betroffen?

      Die Einführung erfolgt zunächst für priorisierte Produktgruppen wie Textilien, Reifen, Möbel und Matratzen sowie für Zwischenprodukte aus Aluminium, Eisen und Stahl. Darüber hinaus sollen horizontale Anforderungen geschaffen werden, die für mehrere, noch näher zu definierende Produktgruppen gelten werden. Diese betreffen insbesondere die Themen Reparierbarkeit, recycelter Inhalt und Recyclingfähigkeit von Elektro- und Elektronikgeräten.

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      Wo steht Ihr Unternehmen beim Digitalen Produktpass? Ordnen Sie Ihre Ausgangslage entlang zentraler DPP-Dimensionen ein, identifizieren Sie Handlungsfelder und schärfen Sie Ihr individuelles Zielbild.

      Wann müssen Unternehmen den Digitalen Produktpass umsetzen?

      Zeitplan für Inkrafttreten delegierte Rechtsakte nach der ESPR  

      Digitaler Produktpass - Zeitplan 2026

      Alle Webcasts zum DPP im Überblick:

      cast

      Juni 2026

      Die neuen technischen DPP-Standards schaffen wichtige Grundlagen für die Umsetzung. Der Webcast ordnet die regulatorischen Anforderungen ein und zeigt ihre Bedeutung für Unternehmen in der Praxis. 

      cast

      April 2026

      Was bedeutet der Digitale Produktpass für Daten, IT und Kaufentscheidungen? Im Fokus stehen die technische Architektur, der Aufbau einer geeigneten Datenbasis und zentrale Meilensteine auf dem Weg zur Umsetzung. 

      cast

      November 2025

      Der DPP ist mehr als eine regulatorische Pflicht. Anhand ausgewählter Produktkategorien zeigt der Webcast, wie Unternehmen die neuen Anforderungen erfüllen und zugleich strategischen Mehrwert schaffen können.

      Vom regulatorischen Muss zum strategischen Mehrwert

      Unternehmen, die frühzeitig aktiv werden, sichern sich klare Vorteile:

      • Personalisierte Empfehlungen und Zusatzangebote: Durch digitale Produktinformationen können Unternehmen interaktive Inhalte wie Anwendungstipps, Wartungshinweise oder ergänzende Produktempfehlungen anbieten. Das steigert die Kundenzufriedenheit und eröffnet neue Umsatzchancen.
      • Barrierefreie Darstellung: Mehrsprachigkeit und barrierefreie Formate, zum Beispiel für Menschen mit Sehschwäche, verbessern die Nutzerfreundlichkeit und erweitern die Zielgruppe.

      Interessiert an unseren Services?

      • Optimierung interner Prozesse: Durch strukturierte Produktinformationen können Unternehmen ihre Abläufe effizienter gestalten, beispielsweise entfallen manuelle Nachfragen, aufwendige Datenrecherchen sowie die Anforderung und Übermittlung von Einzelnachweisen, was die Komplexität reduziert sowie Zeit und Kosten spart.
      • Reduzierung physischer Kennzeichnungen: Weniger physische Etiketten oder Begleitdokumente bedeuten geringere Material-, Druck- und Logistikkosten sowie eine nachhaltigere Lösung. Digitale Produktinformationen ersetzen papierbasierte Prozesse und vereinfachen die Verwaltung.

      Interessiert an unseren Services?

      • Stärkung des Markenversprechens: Der DPP ermöglicht die Überprüfung von Nachhaltigkeitsversprechen, und stärkt das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner.
      • Monitoring von Zertifikaten: Unternehmen können Zertifikate zentral verwalten und deren Gültigkeit überwachen. Das reduziert Risiken bei Audits und erhöht die rechtliche Sicherheit.
      • Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen: Eine transparente Darstellung von Produktdaten schafft Differenzierung im Markt und stärkt die Markenpositionierung in einem zunehmend umweltbewussten Umfeld.

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      • Effiziente Rückrufaktionen: Der DPP ermöglicht eine schnelle und präzise Benachrichtigung bei Rückrufaktionen auf Chargenebene. Unternehmen können betroffene Produkte gezielt identifizieren und Kunden proaktiv informieren. Das reduziert Kosten, minimiert Reputationsschäden und erhöht die Kundensicherheit.
      • Transparentere Information zu Inhaltsstoffen: Detaillierte Angaben zu Materialien und Inhaltsstoffen, einschließlich potenziell kritischer Bestandteile wie Allergene oder Chemikalien erhöhen die Produktsicherheit, senken Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher und unterstützen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
      • Markenschutz: Durch die Reduzierung von Produktfälschungen wird die Markenintegrität gestärkt.

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      Zukunftssicherheit durch Transparenz

      Der Digitale Produktpass ist mehr als eine regulatorische Vorgabe – er ist ein Innovationstreiber für nachhaltige Geschäftsmodelle. Unternehmen, die jetzt handeln, schaffen Wettbewerbsvorteile durch Vertrauen, Effizienz und Nachhaltigkeit – und sichern sich langfristig ihren Platz in einer zirkulären, digitalen Wirtschaft.

      Wir empfehlen betroffenen Unternehmen die folgenden Schritte: 

      1. Durchführung einer Produktanalyse
      Identifikation der vom DPP betroffenen Produkte und Prüfung produktspezifischer Vorgaben.

      2. Erstellung einer Dateninventur und Gap-Analyse
      Erfassung vorhandener Produktdaten in bestehenden Systemen und Identifikation fehlender Informationen.

      3. Planung und Umsetzung von IT-Anpassungen
      Anpassung von ERP-, PIM- und eCommerce-Systemen zur Integration des DPP.

      4. Bewertung von Mehrwertpotenzialen
      Analyse der Chancen des DPP für Kundenerlebnis, Markenbindung und Differenzierung im Markt.


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      Internationale DPP-Studie: Wie gut sind Unternehmen aufgestellt?

      Wie bereiten sich Unternehmen in Europa auf den Digitalen Produktpass vor? Die internationale KPMG-Studie gibt Einblicke in den aktuellen Stand der DPP-Vorbereitung und zeigt, welche Branchen besonders von den kommenden Anforderungen betroffen sind.

      Sprechen Sie uns an

      Jetzt ist der Zeitpunkt, mit der Analyse der Datenlage zu beginnen und die nötigen Strukturen aufzubauen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Vorbereitung.

      1. Einbindung relevanter Fachbereiche: Wir unterstützen Sie bei der Koordination von Einkauf, Produktion, Vertrieb, Datenmanagement und Compliance sowie bei der Bereitstellung von Management-Informationen.

      2. Readiness-Check & Gap-Analyse: Wir helfen Ihnen bei der Bewertung des aktuellen Datenstands und der Identifikation von Lücken in Ihren Prozessen und IT-Systemen.

      3. Strategie & Integration: Mit unserer Expertise unterstützen wir Sie bei der Entwicklung einer Roadmap, dem Aufbau von Daten-Governance und der Integration des DPP in bestehende Abläufe.

      4. Tools & Traceability: Bei der Auswahl und Implementierung geeigneter technischer Lösungen zur Verwaltung von Produktdaten und der Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

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      Ihre Ansprechpersonen

      Stephan Fetsch

      Partner, Deals & Performance, EMA und German Head of Retail & Consumer Goods

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

      Dr. Kai Fabian Henke

      Senior Manager, Deals & Performance - Enterprise Performance

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft