Künstliche Intelligenz hebt Betrug auf eine neue Ebene: Der geringe Aufwand an Arbeit, Zeit und Kosten macht die Nutzung von KI für Wirtschaftskriminelle attraktiv. Für Unternehmen führt dies zu einer zusätzlichen Bedrohungslage, die sich ständig weiterentwickeln wird. Dieser Situation sollte sich jedes Unternehmen bewusst sein. Es ist notwendig, passgenaue Maßnahmen abzuleiten. Hierbei sind neben klaren Vorgaben bei der (auch unternehmensinternen) Weitergabe von Informationen via Telefon, E-Mail und weiteren Kommunikationskanälen auch entsprechende Schulungen der Mitarbeitenden zu aktuellen Entwicklungen und Bedrohungsszenarien erforderlich.
Neben den genannten Risiken bietet künstliche Intelligenz aber auch neue Möglichkeiten, den Aktivitäten von Wirtschaftskriminellen entgegenzuwirken. Durch den eigenen Einsatz von KI können Unternehmen potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen und darauf reagieren. Beispielsweise können KI-basierte Systeme ungewöhnliche Muster im Datenverkehr identifizieren und so auf mögliche Betrugsversuche hinweisen. Auch Softwarelösungen, die Anomalien im Kommunikationsverhalten erkennen und entsprechende Warnungen ausgeben, können unterstützend eingesetzt werden. Zudem kann KI helfen, die Authentizität von Dokumenten und Identitäten zu überprüfen, indem sie komplexe Identitätsprüfungen durchführt und die Datenintegrität sicherstellt.