Im Rahmen des Corporate Treasury Newsletters haben wir bereits mehrfach den Einsatz von KI im Treasury betrachtet, verwandte Artikel sind entsprechend verlinkt.
In Zeiten einer zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit nimmt die Relevanz des Risikomanagements stetig zu. Insbesondere kann ein effizientes Finanzrisikomanagement ein entscheidender Faktor sein, den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern, indem finanzielle Risiken frühzeitig identifiziert und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
In einer nahezu vollkommen globalisierten Welt und einer vielfältigen Verzahnung von Wirkung und Gegenwirkung, verliert die marginalisierende Redewendung „In China ist ein Sack Reis umgefallen“ zunehmend an realwirtschaftlicher Bedeutung. Deutlich wurde das zum Beispiel an der Havarie eines einzelnen Schiffes, der „Ever Given“, die für sechs Tage den Suezkanal blockierte und damit die Weltwirtschaft empfindlich beeinflusste. Auch wenn es sich in diesem Beispiel um ein operatives Risiko handelt, welches nicht im Fokus des Finanzrisikomanagements liegt, haben doch seine Folgen direkte Auswirkungen auf das Finanzrisikomanagement. In diesem Fall wirkten sich die Folgen direkt auf die „klassischen“ Risiken des Finanzrisikomanagements wie Marktrisiko, Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko aus.
Mit der fortschreitenden Entwicklung von Technologien, insbesondere der Künstlichen Intelligenz (KI), eröffnen sich neue Möglichkeiten diese Zusammenhänge schneller identifizieren zu können, wodurch die resultierenden Risiken leichter zu bewerten und zu steuern sind. KI-Technologien transformieren das Treasury und auch das Risikomanagement in vielfältiger Weise und bieten Unternehmen die Chance, Prozesse zu optimieren und zukunftssicher zu gestalten.