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      Japan entwickelt sich für deutsche Unternehmen zunehmend zu einem sicheren Hafen in einem von Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen und weiteren wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägten internationalen Umfeld. Das zeigt die aktuelle Geschäftsklimaumfrage „German Business in Japan 2026“, die wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) durchgeführt haben. 

      Die Geschäftslage der in Japan tätigen deutschen Unternehmen ist stabil und die Wachstumsperspektiven positiv. Trotzdem ist das Lagebild differenziert zu betrachten: Diverse Einflussfaktoren erfordern von deutschen Unternehmen strategisches Nachschärfen, insbesondere mit Blick auf Störungen in den Lieferketten, Wechselkursentwicklung, Kostenmanagement, Fachkräfte-Verfügbarkeit und technologische Trends.


      German Business in Japan 2026

      Aktuelle Geschäftsklimaumfrage: So bewerten deutsche Unternehmen den Standort Japan.

      Fuji vor Skyline

      Die Kernerkenntnisse im Überblick

      Wie entwickelt sich die Ertragslage deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Ergebnisse der Umfrage zeigen erneut eine Verbesserung: 91 Prozent der befragten Unternehmen erzielten im Jahr 2025 einen Gewinn, im Vorjahr waren es noch 82 Prozent. Auch der Ausblick ist überwiegend positiv: 68 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Umsätze im Jahr 2026, für 2027 rechnen sogar 72 Prozent mit Umsatzwachstum. 

      Wo liegen die Investitionsschwerpunkte deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Investitionspläne entwickeln sich insgesamt stabil, verschieben sich jedoch in ihrer Struktur. Während der Anteil der Unternehmen, die in den kommenden drei Jahren bis zu fünf Millionen Euro investieren wollen, leicht zurückgeht, steigt der Anteil größerer Investitionen deutlich an. Der Anteil der Unternehmen mit geplanten Investitionen zwischen 5 und 50 Millionen Euro ist gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozentpunkte auf 26 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen den Standort Japan weiterhin als strategisch relevant einschätzen und verstärkt auf mittel‑ und langfristige Engagements setzen.

      Was sind die Standortfaktoren, die deutsche Unternehmen in Japan überzeugen?

      Japan überzeugt deutsche Unternehmen vor allem durch wirtschaftliche Stabilität, verlässliche Geschäftsbeziehungen und gut ausgebildete Fachkräfte. In Zeiten internationaler Konflikte und wachsender Unsicherheiten gewinnen robuste Märkte mit planbaren Rahmenbedingungen weiter an Bedeutung. Ein besonderer Stellenwert kommt Japan zudem als Technologie- und Innovationsstandort zu. 65 Prozent der Befragten erwarten, dass Japan künftig zu den global führenden Ländern bei Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit zählen wird. Investitionsentscheidungen werden dabei zunehmend von technologischen Faktoren beeinflusst: 37 Prozent nennen die Digitalisierung von Industrie und Dienstleistungen als wichtigsten positiven Treiber. Zudem bleibt Japan für deutsche Unternehmen ein attraktiver Absatzmarkt: Für 85 Prozent der Unternehmen ist das Absatzpotenzial der wichtigste Grund für ihre Präsenz im Land.

      Welche strategische Rolle spielt der japanische Markt für deutsche Unternehmen?

      Viele deutsche Unternehmen nutzen Japan gezielt als Referenz- und Beobachtungsmarkt für technologische Entwicklungen. 65 Prozent betreiben vor Ort systematisches Trendscouting, 63 Prozent beobachten japanische Wettbewerber, um industrielle und technologische Veränderungen frühzeitig zu erkennen – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im Fokus stehen Investitionen in künstliche Intelligenz, Halbleitertechnik, Automatisierung und Robotik.

      Welche Risiken sehen deutsche Unternehmen in Japan?

      Trotz der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung sehen sich deutsche Unternehmen auch mit Risiken konfrontiert. 83 Prozent nennen Währungs-, fiskalische und finanzielle Risiken als größte Herausforderung – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozentpunkte. Ursachen hierfür ist insbesondere die seit fünf Jahren andauernde nachhaltige und sehr signifikante Abwertung des Yen, was Einkäufe von Energie, Rohstoffen und Vorprodukten aus anderen Ländern stark verteuert hat. Aber auch der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale strukturelle Herausforderung. 81 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten beim Rekrutieren qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gründe hierfür sind vor allem die demografische Entwicklung, eine geringe Zuwanderung sowie der zunehmende Wettbewerb um internationale Talente.

      Welche Folgen hat der Iran-Krieg für das Geschäft deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Auswirkungen des Iran‑Kriegs belasten das operative Geschäft deutscher Unternehmen auch in Japan merklich. Eine Nachbefragung Ende März 2026 zeigt, dass ein großer Teil der Unternehmen mit steigenden Inflationsrisiken, höheren Energiekosten und zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten rechnet. Besonders stark wirken sich steigende Preise für Öl, Gas und Strom sowie Störungen der globalen Lieferketten aus. Rund ein Viertel der Unternehmen erwartet Rückgänge bei Absatz und Auftragseingang, während 38 Prozent bereits von sinkenden Gewinnen berichten, da Kostensteigerungen nicht vollständig weitergegeben werden können.

      Wie entwickelt sich die Ertragslage deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Ergebnisse der Umfrage zeigen erneut eine Verbesserung: 91 Prozent der befragten Unternehmen erzielten im Jahr 2025 einen Gewinn, im Vorjahr waren es noch 82 Prozent. Auch der Ausblick ist überwiegend positiv: 68 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Umsätze im Jahr 2026, für 2027 rechnen sogar 72 Prozent mit Umsatzwachstum. 

      Wo liegen die Investitionsschwerpunkte deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Investitionspläne entwickeln sich insgesamt stabil, verschieben sich jedoch in ihrer Struktur. Während der Anteil der Unternehmen, die in den kommenden drei Jahren bis zu fünf Millionen Euro investieren wollen, leicht zurückgeht, steigt der Anteil größerer Investitionen deutlich an. Der Anteil der Unternehmen mit geplanten Investitionen zwischen 5 und 50 Millionen Euro ist gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozentpunkte auf 26 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen den Standort Japan weiterhin als strategisch relevant einschätzen und verstärkt auf mittel‑ und langfristige Engagements setzen.

      Was sind die Standortfaktoren, die deutsche Unternehmen in Japan überzeugen?

      Japan überzeugt deutsche Unternehmen vor allem durch wirtschaftliche Stabilität, verlässliche Geschäftsbeziehungen und gut ausgebildete Fachkräfte. In Zeiten internationaler Konflikte und wachsender Unsicherheiten gewinnen robuste Märkte mit planbaren Rahmenbedingungen weiter an Bedeutung. Ein besonderer Stellenwert kommt Japan zudem als Technologie- und Innovationsstandort zu. 65 Prozent der Befragten erwarten, dass Japan künftig zu den global führenden Ländern bei Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit zählen wird. Investitionsentscheidungen werden dabei zunehmend von technologischen Faktoren beeinflusst: 37 Prozent nennen die Digitalisierung von Industrie und Dienstleistungen als wichtigsten positiven Treiber. Zudem bleibt Japan für deutsche Unternehmen ein attraktiver Absatzmarkt: Für 85 Prozent der Unternehmen ist das Absatzpotenzial der wichtigste Grund für ihre Präsenz im Land.

      Welche strategische Rolle spielt der japanische Markt für deutsche Unternehmen?

      Viele deutsche Unternehmen nutzen Japan gezielt als Referenz- und Beobachtungsmarkt für technologische Entwicklungen. 65 Prozent betreiben vor Ort systematisches Trendscouting, 63 Prozent beobachten japanische Wettbewerber, um industrielle und technologische Veränderungen frühzeitig zu erkennen – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im Fokus stehen Investitionen in künstliche Intelligenz, Halbleitertechnik, Automatisierung und Robotik.

      Welche Risiken sehen deutsche Unternehmen in Japan?

      Trotz der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung sehen sich deutsche Unternehmen auch mit Risiken konfrontiert. 83 Prozent nennen Währungs-, fiskalische und finanzielle Risiken als größte Herausforderung – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozentpunkte. Ursachen hierfür ist insbesondere die seit fünf Jahren andauernde nachhaltige und sehr signifikante Abwertung des Yen, was Einkäufe von Energie, Rohstoffen und Vorprodukten aus anderen Ländern stark verteuert hat. Aber auch der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale strukturelle Herausforderung. 81 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten beim Rekrutieren qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gründe hierfür sind vor allem die demografische Entwicklung, eine geringe Zuwanderung sowie der zunehmende Wettbewerb um internationale Talente.

      Welche Folgen hat der Iran-Krieg für das Geschäft deutscher Unternehmen in Japan?

      Die Auswirkungen des Iran‑Kriegs belasten das operative Geschäft deutscher Unternehmen auch in Japan merklich. Eine Nachbefragung Ende März 2026 zeigt, dass ein großer Teil der Unternehmen mit steigenden Inflationsrisiken, höheren Energiekosten und zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten rechnet. Besonders stark wirken sich steigende Preise für Öl, Gas und Strom sowie Störungen der globalen Lieferketten aus. Rund ein Viertel der Unternehmen erwartet Rückgänge bei Absatz und Auftragseingang, während 38 Prozent bereits von sinkenden Gewinnen berichten, da Kostensteigerungen nicht vollständig weitergegeben werden können.


      Deutsche Unternehmen schätzen an Japan die Kombination aus einem stabilen, zuverlässigen und relativ resilientem Marktumfeld bei gleichzeitig hoher technologischer Kompetenz und Innovationsfähigkeit. Zugleich verbinden beide Länder eine Wertepartnerschaft, die gleiche Historie und wirtschaftliche Entwicklung, vergleichbare Herausforderungen sowie viele Gemeinsamkeiten. Das macht deutsche und japanische Unternehmen zu perfekten Partnern auf dem Weltmarkt.
      Andreas Glunz
      Andreas Glunz

      Bereichsvorstand International Business

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


      KPMG Newsletter for Japanese Companies

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