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      Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen ein probates Mittel, um Prozesse schneller und effizienter zu gestalten. Aber: Mit dem Einsatz neuer Technologien sind auch Risiken verbunden. Unsere Studie zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland zeigt: 71 Prozent der von uns befragten Unternehmen stufen das Risiko für KI-basierten Betrug jetzt schon als hoch oder sehr hoch ein. Und 58 Prozent erwarten einen Anstieg in den kommenden Jahren. Als größte Risikofaktoren für KI-gestützte Angriffe sehen die Unternehmen fehlende IT-Sicherheitsmaßnahmen, Unkenntnis und Unachtsamkeit. Passend dazu zeigt die Studie ein klares Muster: Bei jedem zweiten betroffenen Unternehmen war die IT der zentrale Tatort. 

      Risikowahrnehmung steigt weiter

      Unternehmen nehmen die Bedrohung durch Wirtschaftskriminalität heute deutlich ernster als noch vor einigen Jahren. Obwohl aktuell 19 Prozent von konkreten Vorfällen berichten, schätzt nahezu jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) das Risiko, Opfer krimineller Aktivitäten zu werden, als hoch ein. Die Zahlen zeigen: Die Sensibilisierung wächst – viele Unternehmen fühlen sich trotz vergleichsweise weniger gemeldeter Fälle zunehmend bedroht und richten ihre Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen entsprechend aus.

      Höhere Investitionen gegen Wirtschaftskriminalität – besonders nach Vorfällen

      Viele Unternehmen gehen davon aus, dass vor allem künstliche Intelligenz von Kriminellen als Werkzeug für Betrug, Untreue und andere Delikte genutzt wird. Unternehmen erkennen dabei dieses Risiko nicht nur, sondern reagieren aktiv darauf und investieren gezielt in Präventionsmaßnahmen.

      Dabei zeigt sich, dass Unternehmen, die bereits betroffen waren, erheblich höhere Beträge in Prävention und Aufdeckung als Unternehmen, die noch keinen Vorfall hatten.

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      Unsere Studie zeigt, dass Unternehmen KI-basierte Angriffe als immer größeres Risiko einschätzen.


      Computerkriminalität bleibt eine ernste Gefahr

      Datendiebstahl, Computerbetrug oder Sabotage: So unterschiedlich sind die Gefahren bei Cyberkriminalität.


      Künstliche Intelligenz als Werkzeug der Prävention

      Auch, wenn KI als großes Risiko eingeschätzt wird, setzen Unternehmen bei Aufklärung und Prävention ebenfalls auf die Technologie und machen damit durchaus positive Erfahrungen. Zwar zeigen die Studienergebnisse, dass KI-basierte Technologien bislang wenig für die Vermeidung von Betrugsfällen genutzt werden. Aber da, wo sie zum Einsatz gekommen sind, haben 64 Prozent der Befragten eine Verringerung der Betrugsrate festgestellt, die sie unmittelbar auf den Gebrauch von KI-basierten Technologien zurückführen können.

      Unsere Studienergebnisse zeigen weitere Trends: 

      Große Unternehmen sehen in der KI-Nutzung mehr Vorteile als kleinere Unternehmen, was darauf hindeutet, dass sie aufgrund von Skalierbarkeit und Investitionen die Potenziale von KI besser ausschöpfen. 

      Unternehmen mit einem Umsatz bis 250 Millionen Euro nennen Kosteneinsparungen häufiger als Vorteil des KI-Einsatzes als große Unternehmen – ein Zeichen dafür, dass für kleine und mittlere Organisationen die Kosteneffizienz ein direkter und greifbarer Nutzen ist.

      Weitere Ergebnisse:

      • Große Schäden bleiben die Ausnahme

        2025 meldete kein befragtes Unternehmen Schäden über einer Million Euro.

      • Geschäftsgeheimnisse unter Druck:

        51 Prozent der betroffenen Unternehmen berichten von Verletzungen von Geschäftsgeheimnissen – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023 (14 Prozent). 

      • Aufdeckung wird systematischer

        Nur noch fünf Prozent der Fälle werden zufällig entdeckt (2023: 50 Prozent). Jahresabschlussprüfungen (30 Prozent) und Behördenhinweise (31 Prozent) haben bei der Identifikation von Betrugsfällen an Bedeutung gewonnen.

      • Umsetzung des EU AI Acts noch am Anfang

        Erst 14 Prozent der Unternehmen haben die Anforderungen vollständig umgesetzt, 28 Prozent sehen sich von der Gesetzgebung nicht betroffen.


      Für die Publikation haben wir 792 Unternehmen in Deutschland befragt. 

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