Green oder Sustainable Financing sind keine Neuheiten mehr, sondern finden ihren Ursprung bereits in der „United Nations Framework Convention on Climate Change“ 1992. In den Jahren seit 2000 und mit dem Beschluss der EU bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden, der sogenannte Green Deal, ist Nachhaltigkeit deutlich in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerückt. Neben den Gesetzgebern und Standardsettern zeigen auch Kunden, Geschäftspartner, Rating-Agenturen, Investoren und Kapitalgeber ein gesteigertes Interesse für den Beitrag von Unternehmen zu den drei Dimensionen von Nachhaltigkeit (Ecologial, Social und Governance).
ESG macht dabei keinen Halt vor dem Finanzmarkt und nimmt auch hier verstärkt Einzug. Der Markt für nachhaltige Finanzprodukte wächst seit über einer Dekade und erweitert sich stetig. Der Ausblick in die Zukunft zeigt eine deutliche Zunahme der Bedeutung des grünen Finanzmarktes, auf die sich Unternehmen und deren Treasury-Abteilungen vorbereiten sollten. Damit einher gehen nicht nur neue Produkte und Anforderungen für die eigenen Prozesse und Richtlinien, sondern auch direkte Fragen im Zusammenhang mit der Bewertung und Bilanzierung sowie der Berichterstattung dieser.