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      Deutsche Unternehmen bauen ihr Engagement in Indien weiter deutlich aus – und ausschlaggebend dafür ist nicht zuletzt das jüngst abgeschlossene EU-Indien-Freihandelsabkommen: Der Mega-Deal wird zum Wachstumstreiber in einem Wirtschaftskorridor, der ohnehin bereits von hoher Dynamik gekennzeichnet war. Das geht aus der aktuellen Ausgabe unseres German-Indian Business Outlooks hervor, in dem wir basierend auf einer Führungskräfte-Umfrage jährlich die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen in Indien analysieren.

      Die aktuelle Publikation, erneut gemeinsam mit der Deutsch-Indischen Handelskammer erstellt, belegt die Fortführung positiver Trends – aber so optimistisch wie 2026 war die Stimmung seit Beginn der Erhebungen noch nie.

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      Studie

      German-Indian Business Outlook 2026

      Aktuelle Umfrage unter Führungskräften deutscher Unternehmen vor Ort zeigt eine deutlich steigende Investitionsbereitschaft, außergewöhnlich hohe Wachstumserwartungen – und den großen Einfluss des EU‑Indien‑Freihandelsabkommens auf prognostizierte Geschäftsentwicklungen.

       
       
       


      Fünf bemerkenswerte Zahlen im kompakten Überblick

      • 96 Prozent der befragten Unternehmen sehen im EU-Indien-Freihandelsabkommen einen positiven Effekt auf ihre Geschäftstätigkeit

      • 92 Prozent rechnen auf Fünfjahressicht bis 2031 mit steigenden Umsätzen – ein außergewöhnlich klares Votum

      • 80 Prozent planen bis 2031 höhere Investitionen in Indien

      • 69 Prozent nutzen Indien als Absatzmarkt (+18 Prozentpunkte ggü. dem Vorjahr), 63 Prozent als Produktionsstandort für die Region (+14 Prozentpunkte ggü. dem Vorjahr)

      • 46 Prozent erwarten in den kommenden fünf Jahren eine Überlegenheit lokaler Wettbewerber


      Die wichtigsten Ergebnisse:

      Für viele Unternehmen rückt Indien zunehmend auf die Agenda ihrer internationalen Strategie

      68 Prozent der Befragten zählen das Land bereits heute zu ihren fünf wichtigsten Märkten weltweit, zehn Prozent stufen es sogar als ihren wichtigsten Markt ein. Die strategische Rolle Indiens nimmt weiter zu, da Unternehmen den Standort umfassend in ihre Wertschöpfung integrieren. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck: Während derzeit 17 Prozent der befragten deutschen Unternehmen lokale indische Firmen als überlegen bewerten, erwartet dies fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) in den kommenden fünf Jahren. Ursächlich hierfür sind die hohe Innovationsfähigkeit und Dynamik indischer Unternehmen.

      Folgerichtig intensivieren deutsche Unternehmen ihr Engagement vor Ort

      Mehr als die Hälfte (52 Prozent) plant bereits 2026 höhere Investitionen, bis 2031 steigt dieser Anteil auf 80 Prozent. Gleichzeitig nehmen Umfang und strategische Tiefe der Engagements zu. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven bleiben positiv: 73 Prozent erwarten für das laufende Jahr steigende Umsätze, bis 2031 steigt dieser Wert auf 92 Prozent, und auch die Gewinnentwicklung wird überwiegend positiv eingeschätzt.

      Indien hat sich damit als zentraler Baustein internationaler Geschäftsstrategien etabliert

      69 Prozent sehen das Land als wichtigen Absatzmarkt, 63 Prozent nutzen es als Produktionsstandort für den regionalen Markt. Beides hat gegenüber der letztjährigen Befragung deutlich an Bedeutung gewonnen: Die Zuwächse betragen 18 Prozentpunkte bei der Relevanz als Absatzmarkt und 14 Prozentpunkte als Produktionsstandort. Zudem gewinnt Indien auch an Relevanz als Standort für Service-Sourcing (+ 11 Prozentpunkte auf 55 Prozent) und als Standort für globale Kompetenz- sowie Shared Service Center (+ 9 Prozentpunkte auf 44 Prozent). Ein weiterer entscheidender Impuls für die weitere Entwicklung im deutsch-indischen Korridor ist das Anfang 2026 abgeschlossene EU‑Indien‑Freihandelsabkommen, von dem 96 Prozent der Unternehmen positive Effekte auf ihre Geschäftsaktivitäten erwarten.

      Geopolitische Spannungen beeinflussen zunehmend die Rahmenbedingungen

      Die volatile US-Handelspolitik (56 Prozent) und militärische Konflikte in anderen Regionen (47 Prozent) gelten als zentrale Risikofaktoren. Hier spiegeln sich insbesondere die Unsicherheiten über ein Handelsabkommen zwischen Indien und den USA sowie der Ende Februar 2026 begonnene Konflikt im Mittleren Osten wider. Zwar bleibt Indien ein attraktiver Standort, allerdings verlieren zentrale Standortvorteile wie politische Stabilität (- 12 Prozentpunkte), niedrige Arbeitskosten (-4 Prozentpunkte) und die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte (- 9 Prozentpunkte) an Bedeutung. Bürokratische Hürden, Korruption und regulatorische Anforderungen bleiben die wichtigsten Herausforderungen.

      Steigende Ölpreise und höhere Volatilität auf den Energiemärkten als Folge des jüngsten Konflikts im Mittleren Osten setzen Indien als bedeutenden Energieimporteur zusätzlich unter Druck – sichtbar in der Abwertung der Rupie, gestiegenen Importkosten und einem stärkeren Fokus auf Energieeffizienz.

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      Ihre Ansprechperson

      Andreas Glunz

      Bereichsvorstand International Business

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft