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      Volatile Märkte, geopolitische Spannungen, technologische Disruptionen und regulatorische Anforderungen stellen Finanzdienstleister vor eine neue Komplexität im Risikomanagement. Risiken entstehen nicht punktuell, sondern über die gesamte Wertschöpfungskette, und lassen sich nicht allein durch Regeln, Modelle und Kontrollen beherrschen.

      In diesem Umfeld rückt das Entscheidungsverhalten von Führungskräften und Mitarbeitenden zunehmend in den Fokus. Risikokultur beschreibt die gelebten Werte, Normen und Verhaltensweisen, die prägen, wie alternative, potentiell gefährliche Szenarien wahrgenommen, diskutiert und verantwortungsvoll gehandhabt werden, insbesondere dort, wo formale Vorgaben an ihre Grenzen stoßen.

      Risikokultur ist ein zentraler Steuerungs‑ und Governance‑Faktor

      Das Whitepaper zeigt, warum Risikokultur kein weiches Begleitphänomen ist, sondern ein zentraler Steuerungs‑ und Governance‑Faktor. Es erläutert, wie Risikokultur gemessen, reflektiert und gezielt weiterentwickelt werden kann, im Einklang mit Risikoappetit, Strategie und aufsichtsrechtlichen Erwartungen.

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      Risk Culture in the Financial Service Industry

      A Hidden Strategic Asset

      Risk Culture Model mit acht kulturelle Dimensionen

      KPMG unterstützt Organisationen dabei, ihre Risikokultur zu stärken, indem der Fokus auf die verhaltensbezogenen und kulturellen Rahmenbedingungen gelegt wird, die das tägliche Entscheidungsverhalten prägen. Unser Risk Culture Model, das auf wissenschaftlicher Forschung und jahrzehntelanger praktischer Erfahrung basiert, identifiziert acht kulturelle Dimensionen, die beeinflussen, wie Menschen Risiken wahrnehmen, Bedenken äußern, Entscheidungen hinterfragen und Verantwortung übernehmen. 

      Das Modell bietet Führungskräften einen klaren und praxisnahen Rahmen, um Risikokultur im Einklang mit regulatorischen Erwartungen und den Anforderungen des operativen Alltags zu bewerten, zu reflektieren und gezielt zu verbessern. 

      Drei Key Takeaways im Überblick

      • Robuste Risikokultur schafft Wert – nicht nur Schutz

        Organisationen mit resilienter, fest verankerter Risikokultur übertreffen vergleichbare Unternehmen regelmäßig bei der Qualität von Entscheidungen, beim Vertrauen der Stakeholder und in der Krisenbewältigung. Eine robuste Risikokultur verhindert nicht nur Fehlentwicklungen: Sie unterstützt ethisches Wachstum in komplexen Umfeldern, fördert Innovation und hilft, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.

      • Risikokultur ist dynamisch und kann gestaltet und gesteuert werden

        Risikokultur entsteht durch tägliche Entscheidungen, Interaktionen und Vorbilder in der Führung. Strukturierte Assessments schaffen Transparenz über den Status quo und bilden die Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Risikokultur.

      • Robuste Risikokultur macht Geschäfts‑ und Operating‑Modelle wirksam

        Risikokultur ist stets präsent und in Führung, Entscheidungsfindung und Kontrollstrukturen verankert. Wird sie bewusst mit dem Risikoappetit der Organisation sowie formalen Rahmenwerken wie dem Three‑Lines‑of‑Defence‑Modell in Einklang gebracht, wird sie zu einem strategischen Vermögenswert, der Resilienz und Verantwortlichkeit stärkt. Bleibt sie hingegen ungestaltet, kann sie Governance ebenso leicht untergraben – durch inkonsistentes Verhalten und geschwächte Aufsicht.


      Future of Risk

      Risikomanagement weiter gedacht

      Ihre Ansprechperson

      Markus Quick

      Partner, Financial Services

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft