Planung war über Jahrzehnte klar strukturiert: Ein Jahresbudget definierte Ziele und Leitplanken, Abweichungsanalysen erklärten die Vergangenheit, punktuelle Forecasts sorgten für Korrekturen. Dieses Modell setzt Stabilität voraus – und genau die fehlt zunehmend.
Die Gründe dafür: Schwankende Nachfragemuster, volatile Kosten, fragile Lieferketten und geopolitische Unsicherheiten. Parallel erhöhen KI‑basierte Geschäftsmodelle und datengetriebene Entscheidungen den Wettbewerbsdruck.
Der KPMG Global Tech Report 2026 zeigt: 67 Prozent der Unternehmen verlieren bei Markt‑ oder Technologieschocks Zeit – nicht aufgrund fehlender Planung, sondern weil Forecasts Veränderungen nicht früh genug in steuerungsrelevante Signale übersetzen.
Deshalb sollte sich der Fokus im Controlling verlagern: Entscheidend ist weniger die rechnerische Präzision eines Budgets als die Fähigkeit eines Forecasts, frühzeitig Handlungsbedarf aufzuzeigen. Ob das gelingt, hängt aus meiner Sicht von vier zentralen Prinzipien ab.