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      Daten sind längst nicht mehr nur ein Nebenprodukt von Unternehmensprozessen. Sie stehen im Zentrum von Innovationen und strategischen Entscheidungen. Doch hochwertige Daten erfordern Pflege, Kontrolle und Management, was wiederum mit Kosten verbunden ist. Wie lässt sich dieser Aufwand rechtfertigen? Und warum ist es entscheidend, die Qualität der eigenen Daten immer im Blick zu behalten?

      Künstliche Intelligenz: Ohne gute Datenqualität keine KI

      KI-Systeme können nur so gut sein wie die Daten, auf denen sie basieren. Fehlende Daten oder Daten von minderwertiger Qualität können KI-Systeme komplett unbrauchbar machen. KI lebt von Daten – ohne sie verliert sie ihre Funktionalität.

      Ein Best-Practice-Beispiel ist die vorausschauende Wartung in der Industrie, bei der Maschinen durch Datenanalysen mögliche Ausfälle vorhersagen. Doch wenn die zugrunde liegenden Daten unvollständig oder fehlerhaft sind, kann das System keine genauen Vorhersagen treffen – und die potenziellen Vorteile der KI gehen verloren. Dasselbe gilt für personalisierte Marketingkampagnen oder Produktempfehlungen. Fehlerhafte Daten führen hier zu falschen Empfehlungen, die Kunden eher abschrecken als binden.

      Kurz gesagt: Ohne qualitativ hochwertige Daten gibt es keine zuverlässige KI. Dies macht die Pflege und Aktualisierung der Daten zu einem Muss für Unternehmen.

      Data-Driven Enterprise: Daten als strategisches Asset

      Traditionell basierten Unternehmen auf den drei Säulen Finanzen, Personal und Know-how. Doch es hat sich eine vierte, zentrale Säule etabliert: Daten. In datengetriebenen Unternehmen werden Daten als strategisches Asset betrachtet, ähnlich wie Kapital oder Arbeitskraft. Sie sind der Schlüssel zur Wertschöpfung und eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten.

      Daten schaffen nicht nur Effizienz in bestehenden Prozessen, sondern ermöglichen auch völlig neue Geschäftsmodelle. Unternehmen, die große Datenmengen analysieren, können Märkte besser verstehen, präzise Vorhersagen treffen und innovative Produkte entwickeln. Daten sind in diesem Sinne gleichbedeutend mit Geld – sie generieren Umsatz und schaffen neue Ökosysteme.

      Data-Sharing-Plattformen: Das Ökosystem der Zukunft

      In vielen Branchen erfolgt der Datenaustausch nicht nur innerhalb eines Unternehmens, sondern über Plattformen mit Partnern und Lieferanten. Dieses Datenökosystem stärkt die Zusammenarbeit, verbessert Lieferketten und ermöglicht es den Unternehmen, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren.

      Doch auch hier gilt: Minderwertige Daten sind schädlicher als gar keine. Fehlerhafte oder ungenaue Daten können in solchen Ökosystemen zu Missverständnissen, Verzögerungen und letztlich zu hohen Kosten führen.

      Wie kann eine hohe Datenqualität sichergestellt werden?

       

      1. Transparenz schaffen

      Hohe Datenqualität sicherzustellen, sollte nicht nur die Führungsebene beschäftigen. Um alle Mitarbeitenden für die Bedeutung dieses Themas zu sensibilisieren, ist es wichtig, die positiven Effekte hochwertiger Daten für die Organisation regelmäßig zu kommunizieren. Mitarbeitende müssen verstehen, warum Datenpflege wichtig ist und wie sie direkt zum Erfolg des Unternehmens beiträgt. Transparenz schafft Akzeptanz und steigert das Engagement für gründliches Datenmanagement.

      2. Verantwortlichkeiten für Datenqualität klar festlegen

      In vielen Unternehmen werden Daten in mehreren Abteilungen erhoben. Dadurch entstehen oft Probleme bei der Qualitätssicherung, da unklar ist, wer für die Pflege und Überprüfung der Daten verantwortlich ist. Es gilt daher, klare Prozesse und Verantwortlichkeiten zu schaffen.

      Data Governance – also die unternehmensweite Datenstrategie und -kontrolle sowie die Festlegung von Richtlinien – und das operative Data Management, das die tägliche Arbeit mit den Daten organisiert, sollten eng zusammenarbeiten. Ob diese Governance zentral oder dezentral organisiert wird, hängt von der Struktur des Unternehmens ab. In jedem Fall müssen die Zuständigkeiten eindeutig geklärt sein, um Datenlücken und -fehler zu vermeiden.

      3. Aufwand und Nutzen abwägen

      Datenqualität kostet – das ist unvermeidlich. Doch wie viel Aufwand ist notwendig – und wann übersteigen die Kosten den Nutzen? Hier gibt es keine einfache Antwort, da dies stark von den individuellen Geschäftsprozessen abhängt. Unternehmen haben genau abzuwägen, welche Datenqualität für ihre Zwecke ausreichend ist.

      Perfektion ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr geht es darum, die Balance zwischen den benötigten Ressourcen und dem Wert der genutzten Daten zu finden.

      Fazit: Datenqualität zahlt sich aus

      Hochwertige Daten bilden die Grundlage für den Erfolg in einer digitalen Wirtschaft. Sie ermöglichen zuverlässige KI-Anwendungen, neue Geschäftsmodelle und stärken den Datenaustausch in Ökosystemen. Obwohl die Sicherstellung einer hohen Datenqualität Kosten verursacht, ist sie ein unverzichtbarer Investitionsfaktor. Wer diese Herausforderung meistert, wird langfristig belohnt: mit besseren Entscheidungen, einer höheren Effizienz und einem Wettbewerbsvorteil, der in der datengetriebenen Zukunft entscheidend ist.

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      Oleg Brodski

      Partner, Consulting, Head of Lighthouse Germany - AI & Data Solutions

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft



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      Wie Unternehmen den Umgang mit neuen Technologien handhaben und sich auf die Zukunft vorbereiten