Das EU-Freihandelsabkommen mit Indien ist Ausdruck einer neuen Ära strategischer Diversifizierung. In Zeiten weiter zunehmender geopolitischer Spannungen und Unwägbarkeiten sowie fragiler Lieferketten mindert die EU konsequent die bestehenden Klumpenrisiken in den beiden größten Volkswirtschaften USA und China. Das Ziel: breiter aufgestellte Absatz‑ und Beschaffungsbasen in einem der größten und am schnellsten wachsenden Zukunftsmärkte der Welt.
Der Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und Indien schafft nicht nur Kostenvorteile durch den Wegfall von Zöllen, sondern vor allem Planbarkeit – von einfacheren Verfahren über klarere Standards bis zu besserem Dienstleistungszugang. Die Folge: In manchen Branchen, darunter Chemie und Pharma, werden sich laut Prognosen die EU-Exportwerte mehr als verdreifachen.
- Das Abkommen verstärkt einen Trend, der bereits der jüngsten Ausgabe unserer Studienreihe German-Indian Business Outlook zu entnehmen war: Indien rückt zunehmend ins Zentrum von Standortstrategien deutscher – und europäischer – Unternehmen. Die Kernerkenntnisse der großen Umfrage: Investitionen in Indien auf Rekordniveau, steigende Erwartungen bei Umsätzen und Gewinnen – und ein besonderer Fokus auf den Produktionsstandort.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien im Überblick: