- 92 Prozent der Unternehmen aus Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) nutzen Künstliche Intelligenz.
- Nur rund 10 Prozent verfügen über eine vollständig ausgearbeitete KI-Strategie.
- Geopolitische Spannungen, Klimawandel und Automatisierung prägen die Branche; strategisch setzen Unternehmen vor allem auf Personalentwicklung, effizientere Prozesse und den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur.
Berlin, 21. Mai 2026
Unternehmen aus der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche zählen zu den Vorreitern beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 92 Prozent nutzen KI bereits in unterschiedlichen Bereichen, von der Produktentwicklung über den Kundenservice bis hin zu Marketing und Vertrieb. Gleichzeitig fehlen vielen Unternehmen noch die notwendigen Strukturen, um den Einsatz systematisch zu steuern und Risiken zu begrenzen. Das zeigt der „TMT-Monitor 2026“ von KPMG in Deutschland.
Klare Regeln und Strukturen fehlen häufig
Während nur rund jedes zehnte Unternehmen bereits eine vollständig ausgearbeitete Strategie für den Einsatz von KI entwickelt hat, befindet sich eine solche bei fast 60 Prozent noch in der Planung. Auch bei Governance und Kontrollmechanismen besteht Nachholbedarf. Nur 25 Prozent der befragten Unternehmen haben KI-Richtlinien etabliert, 23 Prozent verfügen über interne Kontrollgremien und lediglich 22 Prozent schulen ihre Mitarbeitenden systematisch zum Umgang mit KI.
Besonders häufig kommt KI heute im operativen Betrieb, in der Produktentwicklung sowie im Kundenservice zum Einsatz. 79 Prozent der Unternehmen erwarten positive Effekte auf Kundenservice und User Experience, 78 Prozent auf die Prozesseffizienz und 73 Prozent auf das Umsatzwachstum.
Geopolitische Spannungen, Klimawandel und Automatisierung prägen die Agenda
Der TMT-Monitor 2026 untersucht neben dem Einsatz von KI auch die wichtigsten Einflussfaktoren und strategischen Prioritäten der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche. 74 Prozent der befragten Unternehmen bewerten geopolitische Spannungen als besonders bedeutsam für ihre Geschäftsentwicklung. Jeweils 69 Prozent messen der zunehmenden Automatisierung sowie Klimawandel und Nachhaltigkeit eine hohe Relevanz bei. Für 65 Prozent gilt die Bedrohung der Unternehmenssicherheit, etwa durch Cyberangriffe, als zentrales Thema. Strategisch sehen vor allem Personalentwicklung (82 Prozent), die Optimierung von Arbeitsabläufen (77 Prozent) sowie die Modernisierung der IT-Infrastruktur (73 Prozent) im Fokus.
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