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      • Private Equity besonders optimistisch: 37 Prozent der Investoren erwarten mehr als fünf Transaktionen im Jahr 2026 – bei Unternehmen sind es nur 20 Prozent.
      • Carve-outs im Fokus: 71 Prozent der PE-Investoren prüfen oder verfolgen aktiv Portfolio-Abspaltungen, 55 Prozent haben konkrete Transaktionen in Planung.
      • Deals bleiben überwiegend unter der Milliardenmarke: 95 Prozent der PE- und 83 Prozent der Corporate-Deals liegen voraussichtlich unter 1 Mrd. US-Dollar, häufig im Bereich zwischen 250 und 500 Mio. US-Dollar.
      • KI im M&A fest etabliert: 56 Prozent nutzen KI in Due Diligence und Bewertung, 53 Prozent im Deal Sourcing – mit messbaren Effizienzgewinnen.

      Berlin, 26. März 2026
       

      Der globale M&A-Markt dürfte im Jahr 2026 deutlich an Dynamik gewinnen. Vor allem Private-Equity-Investoren zeigen sich optimistisch und treiben die Erwartungen an die Transaktionsaktivität. Gleichzeitig verschieben sich die Schwerpunkte: Unternehmen passen ihre Portfolios gezielter an, insbesondere durch Carve-outs, und nutzen zunehmend neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von Transaktionen. Das zeigt der aktuelle KPMG Global M&A Outlook, für die weltweit rund 700 Entscheider aus Unternehmen und Private-Equity-Häusern in 20 Ländern befragt wurden.


      Wir sehen, dass Private Equity den Markt aktuell klar treibt, denn der Handlungsdruck steigt – Kapital muss investiert werden. Gleichzeitig agieren Investoren deutlich selektiver als noch vor einigen Jahren. Im Fokus stehen qualitativ hochwertigere Transaktionen – insbesondere Carve-outs gewinnen dabei stark an Bedeutung. Für viele Unternehmen sind sie ein zentrales Instrument, um Portfolios zu schärfen und Kapital effizienter einzusetzen – für Private Equity bieten sie erhebliches Potenzial Operational Alpha durch eine klare Value-Creation-Agenda zu realisieren.
      Tilman Ost
      Tilman Ost

      Partner, Deal Advisory, Private Equity, Global Private Equity Advisory Leader

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


      Private Equity treibt die Marktdynamik

      Private Equity gibt den Takt im M&A-Markt vor. 37 Prozent der befragten Investoren erwarten, im Jahr 2026 mehr als fünf Transaktionen durchzuführen – deutlich mehr als Unternehmen, von denen dies nur 20 Prozent angeben. Besonders hoch ist die Zuversicht in den USA, wo Unternehmen eine überdurchschnittliche Transaktionsbereitschaft zeigen. Gleichzeitig bleiben Investoren bei der Größe der Deals zurückhaltend. 95 Prozent der Private-Equity-Deals und 83 Prozent der Corporate-Transaktionen bleiben voraussichtlich unter 1 Milliarde US-Dollar. Am häufigsten erwarten Dealverantwortliche Transaktionswerte zwischen 250 und 500 Millionen US-Dollar. Strategisch stehen vor allem Wachstum und Transformation im Fokus. Die wichtigsten Treiber für Transaktionen sind der Eintritt in neue Märkte (58 Prozent), das Wachstum des Kerngeschäfts (57 Prozent) sowie der Zugang zu Technologien und Talenten (46 Prozent).

      Carve-outs rücken in den Mittelpunkt der M&A-Strategie

      Ein besonders klarer Trend zeigt sich bei sogenannten Carve-outs – also dem Verkauf oder der Abspaltung einzelner Geschäftsbereiche. Die Studie sieht 2026 als mögliches „Jahr der Carve-outs“. 71 Prozent der Private-Equity-Investoren sind offen für oder arbeiten aktiv an solchen Transaktionen, 55 Prozent haben bereits konkrete Vorhaben in Planung – bei Unternehmen sind es lediglich 21 Prozent. Hinter dieser Entwicklung stehen vor allem strategische Überlegungen. Unternehmen trennen sich gezielt von Geschäftsbereichen, die nicht mehr zum Kerngeschäft passen, um ihre Organisation effizienter aufzustellen (52 Prozent), den Wert der verbleibenden Einheiten zu steigern (42 Prozent), Risiken zu reduzieren (35 Prozent) und Kapital für neue Investitionen freizusetzen (33 Prozent).

      KI verändert M&A-Prozesse grundlegend

      Künstliche Intelligenz wird zunehmend entlang des gesamten M&A-Prozesses eingesetzt. Unternehmen nutzen KI insbesondere in der Due Diligence und Bewertung (56 Prozent), im Deal Sourcing und in der Strategie (53 Prozent) sowie in der Post-Merger-Integration (45 Prozent) und der Umsetzung von Transaktionen (40 Prozent). Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit. KI ermöglicht vor allem Analysen, die bisher mit vertretbarem Aufwand kaum möglich waren – etwa bei der Auswertung großer Vertragsmengen, der kontinuierlichen Überwachung von Integrationsrisiken oder der systematischen Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten.

      Die Effekte sind messbar: 17 Prozent der Befragten berichten von Effizienzgewinnen von mehr als 25 Prozent in Modellierungs- und Planungsprozessen, in einzelnen Fällen sogar von über 50 Prozent. In der Markt- und Wettbewerbsanalyse sehen 59 Prozent Verbesserungen von mehr als 10 Prozent.

      Komplexität erhöht Anforderungen an die Umsetzung

      Mit zunehmender Transaktionsaktivität rücken die Herausforderungen in der Umsetzung stärker in den Fokus. Insbesondere komplexe Transaktionsformen wie Carve-outs, Joint Ventures oder gestufte Transaktionen stellen Unternehmen vor deutlich höhere Anforderungen als klassische Übernahmen. Als größte Risiken nennen die Befragten die operative Entflechtung von Geschäftsbereichen (52 Prozent), komplexe Bewertungsfragen (43 Prozent), die Trennung von IT- und Datenstrukturen (40 Prozent) sowie die Sicherung von Schlüsselpersonal (32 Prozent). Auch regulatorische Anforderungen werden von 25 Prozent der Befragten als zusätzlicher Risikofaktor genannt.

       

       

      Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite. Sie können die Studie unter dem folgenden Link downloaden: 2026 M&A outlook for German corporate and private equity dealmakers

      Kontakt für die Presse

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
      Lisa Meier
      T +49 89 9282 6632
      lisameier@kpmg.com
      www.kpmg.com/de

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