Künstliche Intelligenz prägt heute, wie Volkswirtschaften wachsen, wie Unternehmen konkurrieren und wie Gesellschaften Vertrauen aufbauen.
Entscheidungen werden dabei zunehmend unter hoher Unsicherheit getroffen – häufig ohne belastbare strukturierte Zukunftsszenarien, die systematisch aufzeigen, wie sich das globale KI-Umfeld entwickeln könnte.
Genau hier setzt unsere englischsprachige Studie “AI Geopolitics 2030: The new power distribution through strategic AI sovereignty” an, die in Zusammenarbeit mit dem KI Bundesverband entstanden ist.
Warum KI-Führerschaft mehr als technologische Exzellenz ist
Unser Strategic AI Capability Index (SACI) ermöglicht einen Vergleich der KI-Fähigkeiten der USA, Europas und Chinas.
Der Index basiert auf drei Säulen – Wirtschaft & Infrastruktur, Strategie & Governance sowie Forschung, Entwicklung & Skills – und kombiniert eine globale Befragung mit fundierter Sekundärforschung.
Alle Ergebnisse sind auf einer Skala von 0 bis 100 standardisiert und ermöglichen belastbare, regionsübergreifende Vergleiche für strategische Entscheidungen
Strategic AI Capability Index: Eine aussagekräftige Grundlage für strategische KI-Vergleiche
Der Index zeigt ein klares Muster: Dauerhafte KI-Führerschaft entsteht nicht durch isolierte, technologische Durchbrüche, sondern durch die Fähigkeit, Potenzial in Wirkung umzuwandeln – konsistent, verantwortungsvoll und im großen Maßstab.
Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Befragung in konkreten Zahlen
Die Ergebnisse der Studie zeigen:
Szenarien 2040: Vier mögliche KI-Zukunftsbilder
Ausgehend vom SACI-Index analysiert die Studie mögliche Entwicklungspfade der globalen KI-Architektur und verdichtet sie zu vier Szenarien bis 2040. Die vier Szenarien spannen zwei zentrale Dimensionen auf:
- die Verteilung von KI-Macht (verteilt vs. zentralisiert) und
- die geopolitische Ordnung (kooperativ vs. fragmentiert).
- 1. Federated Future
- 2. Platform Supremacy
- 3. Sovereign Blocs
- 4. Algorithmic Convergence
Verteilte KI-Macht in einer kooperativen Ordnung – gemeinsame Standards und interoperable Infrastrukturen fördern Vertrauen.
Globale KI-Ökosysteme entstehen durch gemeinsame Standards, interoperable Infrastrukturen und abgestimmte Governance. Einfluss gewinnt, wer Integration und Koordination ermöglicht. Für Europa: Standards aktiv mitgestalten und Interoperabilität als strategischen Vorteil nutzen.
Plattformdominanz bei fragmentierter Weltordnung – globale Anbieter kontrollieren Rechenleistung, Modelle und Energie.
Staatliche Souveränität bleibt bestehen, operative Macht konzentriert sich bei wenigen Tech-Giganten. Europas Herausforderung: Abhängigkeiten reduzieren und eigene resiliente Plattformen aufbauen.
Regionale Allianzen mit zentralisierter KI-Macht konzentrieren sich in geopolitischen Blöcken.
Autonome Systeme basieren auf Sicherheit, Vertrauen und kulturellen Prioritäten. Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch interne Kohärenz statt globale Dominanz. Für Europa: Chance auf „Europe First“-Strategie. Das erfordert jedoch Geschwindigkeit und Skalierung.
Globale technologische Konvergenz trotz politischer Fragmentierung – Kontrolle durch Technologiearchitektur.
Während Staaten Grenzen ziehen, wachsen KI-Systeme zusammen. Architektur und Lernlogiken bestimmen die Machtverteilung. Staatliche Einflusshebel verlieren an Wirkung. Europas Hebel: Governance und Schlüsseltechnologien für algorithmische Systeme.
Erfahren Sie, wie Europa seine strategische Position stärken kann. Alle Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
finden Sie in unserer Studie.
Ergänzende Inhalte zum Thema AI Geopolitics 2030
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