Berlin, 28. Mai 2025
Für die globale Studie "Der Feind im Inneren - Profiles of a Fraudster" untersuchte KPMG International über 660 individuelle Täterprofile, die auf 256 realen Betrugsfällen von Wirtschaftskriminalität aus aller Welt basierten. Die Auswertung zeigt: Typische Wirtschaftskriminelle sind keineswegs Außenseiter, sondern vielfach geschätzte Mitarbeitende mit langjähriger Betriebszugehörigkeit.
Über 80 Prozent der Täter sind männlich, die Mehrheit zwischen 36 und 55 Jahre alt. Zwei Drittel sind seit mehr als sechs Jahren im Unternehmen beschäftigt. Persönliche Probleme spielen bei ihren Vergehen selten eine Rolle, viel häufiger motivieren finanzielle Gier oder Opportunismus („Because I can“). In über der Hälfte der Fälle handelte es sich um Teamvergehen. Meist agierten zwei bis fünf Personen – häufig aus zentralen Funktionen wie Einkauf, Finanzen oder Geschäftsführung. In vier von zehn Fällen bestand das Netzwerk ausschließlich aus Mitarbeitenden des betroffenen Unternehmens. Die Beteiligten konnten vor allem durch E-Mail-Analysen, Interviews und Finanzdaten enttarnt werden.