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      Der Öffentliche Sektor und die Daseins­vorsorge rücken immer stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Die Erwartungen der Bürger:innen an die Serviceleistungen steigen, während finanzielle Spielräume enger werden. Digitalisierung und KI schaffen neue Möglichkeiten, fordern Verwaltungen und öffentliche Unternehmen aber auch dazu auf, Prozesse neu zu denken, Kompetenzen weiterzuentwickeln und Verantwortung im Umgang mit Daten klar zu regeln.

      Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll, bieten aber auch die Möglichkeit, staatliche Handlungsfähigkeit nachhaltig zu stärken und neues Ver­trauen zu schaffen.

      Nutzen wir gemeinsam diese Chance: Nur wer die Veränderung aktiv und mit Mut angeht, kann die Zukunft gestalten.

      Stefan Rufera

      Partner, Advisory / Deals & Strategy, Wien

      KPMG Austria


      Public Transformation


      Steigende Budgetzwänge, Fachkräftemangel und die Digitalisierung erhöhen den Druck auf öffentliche Organisationen, ihre Strukturen neu zu denken. Gleichzeitig müssen Leistungen für Bürger:innen zuverlässig, effizient und resilient erbracht werden. Im Gespräch miteinander erläutern die KPMG Partner:innen Karin Artner und Stefan Rufera, warum Integrationen und Separationen an Bedeutung gewinnen, welche Erfolgsfaktoren dabei entscheidend sind und wie Verwaltungen dadurch langfristig leistungsfähiger und resilienter werden können.

      Autor:innen: Karin Artner, Stefan Rufera

      Cybersecurity ist auch im Jahr 2026 für den Öffentlichen Sektor hoch relevant: Die Angriffslage ist breiter, die Zuordnung und Ausforschung der Kriminellen schwieriger und operative Resilienz rückt stärker in den Vordergrund. Der niederschwellige Einsatz und die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz beschleunigen diese Trends. Mit der Studie „Cybersecurity in Österreich“ zeichnen wir bereits zum elften Mal in Folge gemeinsam mit dem KSÖ ein ausführliches Lagebild der heimischen Cybersicherheit. Im Folgenden werden speziell die Studienergebnisse für den Öffentlichen Sektor vorgestellt.

      Autor: Robert Lamprecht

      Beunruhigend ist nicht, dass es Vorfälle gibt, sondern dass gut vorbereitete Organisationen mit korrekten Verfahren dennoch überrascht werden. In den letzten Monaten wurden Grenzüberschreitungen wiederholt medial eskaliert, um Konsequenzen spürbar zu machen, obwohl die 0internen Wege genau dafür gedacht wären und Österreich einen der dichtesten Schutzrahmen Europas hat. Grenzüberschreitungen sind weniger ein Rechtsetzungs- als ein Wirkungsproblem.

      Autor: Jacob Schwarz

      Öffentliche Verwaltungen gestalten Versorgung, Infrastruktur und Daseinsvorsorge und stemmen dabei einen wesentlichen Teil der öffentlichen Beschaffung. Einkauf ist ihr Rückgrat – ohne Einkauf keine Handlungsfähigkeit der Verwaltung. Gleichzeitig treffen steigende Anforderungen an Dokumentation, Compliance und Transparenz auf pensionierungsbedingt knappere Ressourcen. Intelligente Lösungen wie Procure Ai können eine Antwort darauf sein.

      Autoren: Jakob Reuschlein (Procure AI), Harald Giritzer, Michael Klewan 

      Österreich und Europa verfügen über starke digitale Grundlagen. Dennoch blieben in den vergangenen Jahren trotz wachsender technischer Möglichkeiten viele Potenziale ungenutzt. Es braucht klare Prioritäten, fachbereichsnahe Produktteams und ein Datenfundament, das Qualität kontinuierlich sicherstellt. So entstehen schneller skalierbare Lösungen und messbarer öffentlicher Mehrwert.

      Autor: Wolfgang Zeitler 

      Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom Experiment zum Werkzeug der Verwaltungsmodernisierung. Angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Serviceerwartungen und wachsendem Effizienzdruck eröffnet AI neue Möglichkeiten für Bearbeitung, Wissensmanagement und Bürger:innenkommunikation. Entscheidend ist nicht die Frage, ob Verwaltungen starten, sondern wie schnell und strukturiert.

      Autor: Michael Ginner

      Künstliche Intelligenz, Telemedizin und digitale Infrastruktur prägen den Versorgungsalltag. Doch die aktuelle KPMG Studie „Das österreichische Gesundheitswesen“, die in Zusammenarbeit mit SOLVE Consulting durchgeführt wurde, macht deutlich: Technologie wird eingesetzt, Kulturwandel, Governance und echte Innovation hinken nach. Die Gesundheitsreform zeigt dabei eine uneinheitliche Wirkung: In vielen Einrichtungen werden digitale Infrastrukturen ausgebaut und digitale Angebote stärker genutzt. Spürbar angekommen ist sie aber bei vielen Organisationen noch nicht.

      Autorin: Kathrin Bruckmayer 

      Die Budgets werden gedeckelt oder reduziert. Nachbesetzungssperren und die Valorisierung – wenn es eine gibt – hält der Teuerung nicht stand. Was nominal gleichbleibt, ist real eine Kürzung. Ein Öffentlicher Sektor, der unter massivem Transformationsdruck steht und gleichzeitig seine Leistungen ausweiten bzw. verbessern soll. Wie kann das gelingen?

      Autoren: Antonius Greiner, Jacob Schwarz

      Wie Aufbauplan ÖBH2032+, Umfassende Landesverteidigung und Wirtschaftsschutz zusammenwirken – und was Verwaltung, Miliz und Unternehmen beitragen können.

      Autor: Robert Lamprecht 



      Public Finance

      Flexible Arbeitszeitmodelle können zu Kosteneinsparungen führen und sind daher in der Praxis unverzichtbar – in der Lohnabrechnung aber fehleranfällig. Gerade durch Wechsel- und Bereitschaftsdienste können teure Überstundenauszahlungen vermieden werden. Die Einführung von Mitarbeiter:innenpools kann einen Arbeitsmangel bzw. eine fehlende Auslastung ausgleichen.

      Autorinnen: Katharina Daxkobler, Karin Kovacs

      VAT in the Digital Age (ViDA) ebnet den Weg für die Meldung umsatzsteuerlicher (Echtzeit-)Daten an die Finanzverwaltungen. Ab 1. Juli 2030 wird die Zusammenfassende Meldung durch neue Digitale Meldepflichten für innergemeinschaftliche B2B-Sachverhalte und basierend auf eInvoicing ersetzt. Außerhalb der Digitalen Meldepflichten setzen zahlreiche EU-Mitgliedstaaten bereits heute umsatzsteuerliches eReporting und eInvoicing um. Dies wird ebenso auf die umsatzsteuerlichen Compliance-Anforderungen des Öffentlichen Sektors in Österreich durchschlagen.

      Autor:innen: Kirstin Krippner, Michael Zwick-Pevny



      Public Standards

      Wie kann der Öffentliche Sektor schneller, digitaler und wirkungsvoller werden? Im Interview sprechen KPMG Österreich Partner Stefan Rufera und Mathias Oberndörfer, Managing Partner und Geschäftsführer bei KPMG Law Deutschland sowie Bereichsvorstand Public Sector bei KPMG Deutschland, über die großen Transformationsthemen in Deutschland und Österreich, über föderale Komplexität, digitale Hebel und die Frage, warum erfolgreiche Modernisierung vor allem bei klaren Prozessen beginnt.

      Autoren: Mathias Oberndörfer, Stefan Rufera

      Die neue EU-Gebäuderichtlinie erhöht den Handlungsdruck auf öffentliche Immobilieneigentümer deutlich. Gefordert ist mehr als die technische Sanierung einzelner Gebäude: Entscheidend sind belastbare Bestandsdaten, eine klare Priorisierung und eine langfristige Investitionsroadmap, die regulatorische Anforderungen, Nutzung, Zustand und Budgets über das gesamte Portfolio zusammenführt.

      Autorin: Anna Pari

      Mit dem Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz (RKEG) wird der Schutz zentraler Dienste in Österreich neu geregelt. Für betroffene Organisationen zählt künftig nicht nur Cybersecurity, sondern die Fähigkeit, Krisen ganzheitlich zu verhindern, zu bewältigen und wesentliche Leistungen rasch wiederherzustellen.

      Autor:innen: Sonja Irresberger, Robert Lamprecht

      Cloud-Beschaffungen verlangen von öffentlichen Auftraggebern, Vergaberecht, bestehende IT-Strukturen, Herstelleranforderungen sowie Lizenz- und Haftungsfragen zu vereinbaren. Erfolgreiche Beschaffungsstrategien berücksichtigen dies bereits bei der sorgfältigen Vergabevorbereitung. Dieser Beitrag zeigt, wie Technologieneutralität, Wettbewerb sowie technische und lizenzrechtliche Anforderungen durch Flexibilität in Einklang gebracht werden könnten.

      Autor:innen: Franz Josef Arztmann, Alexandra Prinz, Theresa Tscheließnig

      Die Umsetzungsfrist der EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist am 7. Juni 2026 abgelaufen und ein Begutachtungsentwurf liegt bislang (Stand: 15. September 2026) nicht vor. Angesichts der weitreichenden Informations-, Auskunfts- und Berichtspflichten sollten private wie öffentliche Arbeitgeber ihre Vergütungsstrukturen überprüfen, Daten aufbereiten und transparente Prozesse etablieren. Dies wirft zahlreiche Praxisfragen auf.

      Autor:innen: Michael Klewan, Katharina Schönauer, Chantal Wirth

      Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung von außereuropäischen IT-Dienstleistern, sondern die Fähigkeit von Organisationen, digitale Abhängigkeiten zu erkennen, zu bewerten und gezielt zu steuern. Sie ist damit eine zentrale Führungsaufgabe. Wer kritische Daten, Cloud-Infrastrukturen oder KI-Anwendungen nutzt, muss die bestehenden Risiken, Alternativen und Handlungsoptionen kennen, insbesondere bei veränderten regulatorischen, technologischen oder geopolitischen Rahmenbedingungen.

      Autoren: Wolfgang Schramm, Peter Panhuber

      Die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens entscheidet sich nicht allein an zusätzlichen Budgets, sondern vor allem daran, wie effizient, zielgerichtet und attraktiv die vorhandenen Ressourcen eingesetzt werden. Die dafür notwendigen Hebel liegen vielfach bereits heute in der Hand der Gesundheitseinrichtungen und des Führungspersonals selbst.

      Autor: Georg Mistlberger

      Seit 1. Oktober 2026 ist das NISG 2026 in Österreich in Kraft getreten und setzt die europäische NIS-2-Richtlinie national um. Für viele Einrichtungen des Öffentlichen Sektors ist das weit mehr als ein weiteres IT- oder Compliance-Thema. NIS-2 trifft auf gewachsene Zuständigkeiten, knappe Ressourcen, ausgelagerte Leistungen und Entscheidungswege, die Verlässlichkeit oft höher bewerten als Veränderungsbereitschaft. Genau dort entscheidet sich, ob NIS-2 zur wirksamen Cybersicherheitsarchitektur wird oder zum reinen Compliance-Vorhaben.

      Autoren: Christoph Cede, Robert Lamprecht



      Public Community

      Künstliche Intelligenz (KI) ist im Öffentlichen Sektor nicht mehr bloß ein technisches Werkzeug, sie entwickelt sich zunehmend zum aktiven Teammitglied. Ihr nachhaltiger Erfolg entscheidet sich an der Fähigkeit von Behörden und öffentlichen Institutionen, Prozesse, Rollen und Steuerung gemeinsam weiterzuentwickeln. KI wird damit vom IT-Thema zum Organisations- und Transformationsprojekt der Verwaltung.

      Autor:innen: Thomas Schmutzer, Alexandra Tomaschek



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