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      EZB veröffentlicht Financial Stability Review, November 2025

      Am 26. November 2025 hat die EZB ihren Bericht zur Finanzstabilität, November 2025, veröffentlicht.

      Aus dem Bericht geht u. a. Folgendes hervor:

      • Gestreckte Bewertungen auf zunehmend konzentrierten Vermögensmärkten erhöhen das Risiko drastischer Preisanpassungen.
      • Fiskalische Herausforderungen in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften könnten das Vertrauen der Anleger auf die Probe stellen.
      • Engagements bei zollsensiblen Unternehmen und stärkere Finanzierungsbeziehungen zu Nichtbanken könnten die Banken des Euroraums in Zeiten wirtschaftlicher oder marktbezogener Spannungen belasten.
      • Die verbleibenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Handelsabkommen und die längerfristigen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen von Zöllen prägen weiterhin das Bild der Finanzstabilität im Euroraum.
      • Der Bankensektor des Euroraums ist widerstandsfähig und verfügt über eine hohe Rentabilität sowie umfangreiche Kapital- und Liquiditätspuffer.

      Diese Ausgabe des Financial Stability Review enthält auch zwei analytische Sonderbeiträge. Im ersten wird erörtert, ob sich die Eigenschaften von US-Staatsanleihen und des Dollars als sicherer Hafen seit den Zollturbulenzen im April verändert haben, und es werden die Auswirkungen auf die Finanzstabilität im Euroraum analysiert. Im zweiten wird das systemische Risiko untersucht, das sich aus den Verflechtungen zwischen Banken und Nicht-Banken-Finanzintermediären ergibt.

      Gemeinsamer Ausschuss der ESAs veröffentlicht sein Arbeitsprogramm für 2026

      Der Gemeinsame Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, EIOPA und ESMA – die ESAs) hat am 16. Oktober 2025 sein Arbeitsprogramm 2026 vorgestellt, in dem die wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit für das kommende Jahr skizziert werden. Das kommende Programm zielt darauf ab, die digitale operative Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken, den kontinuierlichen Schutz der Verbraucher zu gewährleisten und Risiken zu identifizieren, die die Finanzstabilität untergraben könnten.

      Im Einzelnen werden die ESAs im Jahr 2026 gemeinsame Arbeiten durchführen, um

      • den wirksamen Betrieb des Aufsichtsrahmens für kritische IKT-Drittanbieter gemäß dem Digital Operational Resilience Act (DORA) sicherzustellen,
      • gemeinsame Risikoanalysen inmitten anhaltender geopolitischer Spannungen und erhöhter Unsicherheiten durchzuführen,
      • die finanzielle Bildung und den Verbraucherschutz im EU-Finanzsektor, auch im Rahmen der Initiative der Europäischen Kommission für eine Spar- und Investitionsunion (SIU), zu fördern,
      • die Entwicklungen auf dem Verbriefungsmarkt zu überwachen,
      • in anderen sektorübergreifenden Angelegenheiten wie Finanzkonglomeraten, Innovationsförderern und Kreditbewertungsinstituten zusammenzuarbeiten, und
      • die geplante Überarbeitung der Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzierungen (SFDR) zu unterstützen.

      Das gemeinsame Arbeitsprogramm finden Sie unter diesem Link.

      FMA veröffentlicht Makrobericht 2025 zur Lage der Pensionskassen

      Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am 17. Oktober ihren aktuellen Makrobericht zur Lage der österreichischen Pensionskassen veröffentlicht.

      Der Bericht enthält detaillierte Informationen zu Liquiditäts-, Profitabilitäts- und Solvabilitätsrisiken, zu den Auswirkungen des Klimawandels sowie zur Umsetzung der neuen Anforderungen der DORA-Verordnung im Bereich der digitalen Resilienz.

      Per 30. Juni 2025 verwalteten die acht österreichischen Pensionskassen ein Volumen von EUR 28,6 Milliarden und Zusagen für 1,12 Millionen Begünstigte.

      Mehr als 95 Prozent des Vermögens werden über Fonds veranlagt, wobei der Anteil alternativer Investmentfonds mit 26 Prozent über dem europäischen Durchschnitt (21 Prozent) liegt.

      Die Pressemitteilung bzw. den vollständigen Bericht finden Sie hier.

      EIOPA veröffentlicht Insurance Risk Dashboard und Risk Dashboard für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV), Oktober 2025

      Die EIOPA hat am 30. Oktober 2025 ihr Dashboard der Versicherungsrisiken von Oktober 2025 sowie ihr Risiko-Dashboard für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) für Oktober 2025 veröffentlicht:

      ESAs veröffentlichen vierten Jahresbericht zu der Offenlegung der wichtigsten negativen Auswirkungen im Rahmen der Verordnung über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Finanzprodukte (SFDR)

      Der Gemeinsame Ausschuss der drei Europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, EIOPA und ESMA – die ESAs) hat am 9. September 2025 seinen vierten Jahresbericht über den Umfang der freiwilligen Offenlegung der wichtigsten negativen Auswirkungen (principal adverse impacts – PAI) im Rahmen der Verordnung über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Finanzprodukte (Sustainable Finance Disclosure Regulation – SFDR) veröffentlicht.

      Der Bericht 2025 bestätigt eine insgesamt verbesserte Qualität der SFDR-Offenlegungen, da die Finanzmarktteilnehmer umfassendere und vollständigere Informationen bereitstellen. Größere, multinationale Finanzmarktteilnehmer legen Nachhaltigkeitsinformationen detaillierter und angemessener offen, während kleinere Unternehmen weiterhin ESG-/Marketingtexte mit SFDR-Angaben vermischen und unklar bleiben, ob und wie sie wesentliche nachteilige Auswirkungen berücksichtigen.

      Weiterführende Informationen sowie den Link zum Bericht finden Sie hier.

      Katarina Heigl

      Senior Managerin, Audit, Wien

      KPMG Austria

      Rainer Kaufmann

      Senior Manager, Audit/Actuarial, Wien

      KPMG Austria


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