Bei der Entwicklung neuer digitaler Produkte und Services sollten Nutzerbedürfnisse von der Problemdefinition zur Lösungsfindung durch eine geeignete User-Experience-Strategie, ein durchdachtes User Interface Design und regelmäßige Nutzertests einbezogen werden. Ein Produkt oder Service ohne intuitives Design kann dazu führen, dass die Nutzenden unzufrieden sind und die Nutzung einschränken. Benutzeroberflächen können in der visuellen Gestaltung oder in der Interaktionstechnologie nicht mehr zeitgemäß sein und im Vergleich zur Konkurrenz weniger ansprechend wirken. Nutzende haben heutzutage hohe Erwartungen an das Design, da sie schlanke Benutzeroberflächen von Anwendungen aus dem privaten Umfeld gewöhnt sind.
Auch die digitale Barrierefreiheit stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Während es im öffentlichen Sektor schon länger die rechtliche Vorgabe gibt, Webseiten, mobile Anwendungen und elektronisch unterstützte Verwaltungsabläufe barrierefrei zu gestalten, tritt mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (kurz: BFSG) im Jahr 2025 erstmalig eine Regelung für die Privatwirtschaft in Kraft. Dashboards, Webseiten, Apps und Dokumente sollten daher so gestaltet werden, dass sie für alle Menschen ohne Hindernisse zugänglich sind, unabhängig von körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen.
Dazukommt, dass neue Technologien wie KI, AR oder sprachgesteuerte Interfaces oft spezielle Designansätze erfordern, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Wenn Aufgaben, die sonst Menschen durchführen, von KI-Anwendungen übernommen werden, weckt dies häufig Misstrauen in die unbekannte Technologie und ein Verlangen nach mehr Kontrolle bei den Nutzenden. Um das Vertrauen in KI-Systeme zu stärken und die Akzeptanz dieser zu verbessern, braucht es verständliche, intuitive Benutzeroberflächen und Navigationsstrukturen.