Zurück zur Inhaltsseite


      Share – LinkedIn & Facebook

      Der österreichische Krypto-Markt tritt in eine neue Phase ein: Mit MiCAR, DORA und weiteren europäischen Vorgaben entsteht erstmals ein umfassender regulatorischer Rahmen, der für mehr Rechtssicherheit sorgt, gleichzeitig aber auch die Anforderungen an Governance, Compliance und operative Strukturen erhöht.

      Die aktuelle KPMG Studie „Krypto 2.0: Zwischen Regulierung und Innovation“ untersucht, wie sich der Markt für Crypto-Assets dadurch verändert, welche Auswirkungen die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen auf Anbieter haben und welche Chancen sich durch technologische Entwicklungen wie Tokenisierung, Stablecoins und Decentralized Finance ergeben. Gleichzeitig beleuchtet sie, welche Faktoren darüber entscheiden, ob Österreich sein Potenzial als europäischer Krypto-Hub ausschöpfen kann

      Österreich mit Potenzial als europäischer Krypto-Hub

      MiCAR schafft erstmals einen einheitlichen Zulassungsrahmen für Krypto-Dienstleister in der EU. Damit gewinnt insbesondere das EU-Passporting an Bedeutung: Eine Zulassung in einem Mitgliedstaat kann CASPs den Zugang zum gesamten europäischen Binnenmarkt ermöglichen.


      Mit regulatorischer Verlässlichkeit, einer zugänglichen Aufsicht und einem spezialisierten Ökosystem bringt Österreich zentrale Stärken für eine starke Position im europäischen Krypto-Markt mit. Entscheidend wird sein, diese Voraussetzungen in nachhaltiges Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu übersetzen.
      Christian Grinschgl

      Partner, Audit


      Regulierung wird zum Wettbewerbsfaktor

      Die zunehmende Regulierung professionalisiert den Markt. Compliance, Governance und operative Resilienz entwickeln sich zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Gleichzeitig wachsen klassische Finanzinfrastruktur und digitale Geschäftsmodelle stärker zusammen: CASPs orientieren sich – auch infolge gesetzlicher Vorschriften – zunehmend an banknahen Standards, während Banken ihre Aktivitäten rund um Crypto-Assets ausbauen. Strategische Partnerschaften und interoperable Standards können dabei die Skalierung neuer Geschäftsmodelle erleichtern.

      Tokenisierung, Stablecoins und neue digitale Finanz­infra­strukturen

      Neben der Regulierung richtet die Studie den Blick auf die nächste Entwicklungsstufe des Marktes. Besonders bei Tokenisierung, vor allem in Gestalt von digitalen Wertpapieren, sehen die untersuchten Marktteilnehmer langfristiges Potenzial. Gleichzeitig entwickeln sich Stablecoins zu einem wichtigen Bestandteil blockchainbasierter Handels-, Investment- und Transferprozesse. Auch Decentralized Finance gewinnt an Bedeutung, wobei die zentrale Frage bleibt, wie neue Geschäftsmodelle regulatorisch sicher und skalierbar umgesetzt werden können.

      Drei Hebel für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit

      Die Studie identifiziert drei zentrale Faktoren, die für die weitere Entwicklung des Standorts entscheidend sind: die konsequente Nutzung des MiCAR-Passportings, stärker harmonisierte Compliance- und Datenstandards sowie der Zugang zu internationalen Fachkräften. Gelingt es, diese Voraussetzungen zu verbessern, kann Österreich seine Position im europäischen Markt für Crypto-Assets und digitale Finanzdienstleistungen weiter stärken.

      Christian Grinschgl

      Partner, Audit, Linz

      KPMG Austria

      Christian Aigner

      Partner, Audit, Wien

      KPMG Austria

      Tim Schabert

      Partner, Advisory / Financial Services, Wien

      KPMG Austria

      Michael Froschauer-Deichsel

      Manager, Tax, Wien

      KPMG Austria



      Krypto 2.0 zwischen Regulierung und Innovation

      Eine Studie zu Crypto-Asset Service Providern (CASPs) und der Zukunft digitaler Finanzdienstleistungen

      Abstraktes Nahbild dunkler, glänzender Wellen mit blauen und pinken Lichtstreifen.


      Erfahren Sie mehr

      Von Innovation zu Integration

      Unsere Expertise für Ihren Wissensvorsprung

      Innovative Lösungen für Banken und Kapitalmärkte in einem dynamischen Umfeld

      Wie MiCAR den Kryptomarkt, Aufsicht und Abschlussprüfung verändert und Österreich als Krypto-Standort nachhaltig prägt