Unter dem Titel „The Discount Rate Puzzle: Navigating between Cost of Capital, Alphas and Premiums“ beleuchtet die mittlerweile 21. Ausgabe der Kapitalkostenstudie aktuelle Entwicklungen bei Kapitalkosten und Bewertungsparametern im DACH-Raum. Mehr als 300 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – darunter 57 Prozent der DAX-40 – haben an der Studie teilgenommen.
Schwerpunkthemen der Studie
- Thesen zum aktuellen wirtschaftlichen Umfeld
- Was steckt hinter dem Discount Rate Puzzle?
- Deep Dive Premiums: Wie lassen sich Doppelzählungen bei Country Risk Premiums vermeiden?
Die Ergebnisse geben Einblicke in aktuelle Bewertungspraktiken, Wachstumserwartungen und Kapitalkostenparameter. Im Fokus stehen die Auswirkungen sinkender Risikoprämien bei gleichzeitig erhöhtem Zinsniveau sowie aktuelle Fragestellungen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und der Kapitalmärkte, den Wirkungen des sog. „Discount Rate Puzzles“ sowie Vertiefungen zum Country Risk Premium und Überlegungen zum Size Premium.
Gewichtete Kapitalkosten (WACC)
Im Betrachtungszeitraum haben die teilnehmenden Unternehmen gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC) in einer Spanne von 5,3 Prozent bis 10,6 Prozent angesetzt. Der Durchschnitt des WACC liegt über alle Branchen hinweg bei 7,9 Prozent, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (8,5 Prozent) darstellt.
In den Branchen Technology (9,4 Prozent), Industrial Manufacturing (8,7 Prozent) und Real Estate (8,4 Prozent) wurden vergleichsweise hohe WACCs verzeichnet. Die Branchen Energy & Natural Resources (6,5 Prozent) sowie Media & Telecommunications (7,0 Prozent) weisen wiederum die niedrigsten durchschnittlichen WACCs auf.
Gesamtrendite im DACH-Vergleich
Die Gesamtrendite nach Ländern zeigt folgendes Bild: Der von den teilnehmenden Unternehmen verwendete risikolose Basiszinssatz lag in Deutschland bei 3,2 Prozent und in Österreich bei 3,3 Prozent (Vorjahr: jeweils 2,5 Prozent). In der Schweiz sank der durchschnittlich verwendete Basiszinssatz auf 1,6 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent).
Im Vorjahresvergleich ist die durchschnittlich angesetzte Marktrisikoprämie in Deutschland um 1,0 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent und in Österreich um 1,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent gesunken. In der Schweiz ging die Marktrisikoprämie um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent zurück.
Die durchschnittlich erwartete Gesamtrendite liegt damit bei 8,9 Prozent in Deutschland und Österreich sowie 7,5 Prozent in der Schweiz.