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      Trotz wirtschaftlicher, geopolitischer und regulatorischer Unsicherheiten blicken 84 Prozent der befragten CEOs zuversichtlich auf die Wachstumsaussichten ihrer eigenen Unternehmen in den kommenden drei Jahren. Dabei gewinnen Cybersecurity, Künstliche Intelligenz und der Aufbau zukunftsrelevanter Kompetenzen bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung, wie der KPMG Global CEO Outlook 2026 zeigt.

      Zuversicht in das eigene Unternehmen steigt

      Die CEOs beurteilen die Perspektiven ihres eigenen Unternehmens positiver als im Vorjahr. Auch die Erwartungen an die Ergebnisentwicklung haben sich verbessert. 68 Prozent rechnen mit einem jährlichen Ergebniswachstum von mindestens 2,5 Prozent, gegenüber 61 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Unternehmens­führung. 79 Prozent der CEOs geben an, stärker gefordert zu sein, den langfristigen Erfolg ihres Unternehmens sicherzustellen.

      Bei der Einschätzung der Weltwirtschaft zeigt sich ein anderes Bild. Nur 65 Prozent blicken zuversichtlich auf die globale Konjunktur, um 3 Prozent weniger als im Jahr 2025 und auf dem niedrigsten Niveau seit 2021. Damit stehen positive Erwartungen für das eigene Unternehmen einem zunehmend unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld gegenüber.

      Investitionen in Cybersecurity steigen

      31 Prozent der CEOs sehen Cyber- und Datensicherheit an der Spitze der Risiken für das Unternehmenswachstum. Es folgen die globale wirtschaftliche Unsicherheit mit 28 Prozent sowie geopolitische Instabilität und regulatorischer Druck mit jeweils 26 Prozent. Auch die Resilienz der Lieferketten bleibt mit 24 Prozent ein wesentlicher Risikofaktor.

      Diese Risikolage spiegelt sich in den Investitionsentscheidungen der befragten Unternehmen wider. So haben 45 Prozent ihre Investitionen in Cybersecurity und digitale Resilienz erhöht. 36 Prozent investieren verstärkt in regulatorische Compliance und Reporting, 32 Prozent in die Integration von KI in betriebliche Prozesse und Workflows.


      Wachstum ist heute stärker denn je mit Resilienz verbunden. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss wirtschaftliche Unsicherheiten bewältigen und gleichzeitig konsequent in Technologie, Sicherheit und die richtigen Kompetenzen investieren. Dabei werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedenfalls weiterhin die wichtigste Rolle einnehmen.
      Erich Thewanger

      Partner, Advisory


      KI bleibt zentrale Investitionspriorität

      Für 79 Prozent der CEOs zählt KI zu den wichtigsten Investitionsprioritäten für die kommenden drei Jahre, gegenüber 71 Prozent im Jahr 2025. 66 Prozent sind überzeugt, dass ihr Unternehmen KI im richtigen Tempo oder bereits überdurchschnittlich schnell einführt. 72 Prozent erwarten, im kommenden Jahr mehr als zehn Prozent ihres Budgets für KI aufzuwenden.

      Mit zunehmenden Investitionen rücken jedoch auch die Voraussetzungen für einen erfolgreichen KI-Einsatz stärker in den Fokus. 57 Prozent sehen ethische Fragestellungen als große Herausforderung, gefolgt von Cybersecurity mit 52 Prozent, Kosten mit 51 Prozent und Anforderungen an die Datensouveränität mit 50 Prozent.

      Auch Governance gewinnt an Bedeutung. 59 Prozent der Teilnehmenden geben an, dass KI und Datensouveränität zu einer stärkeren Fokussierung auf interne Data Governance und Kontrollen führen. Gleichzeitig erwarten 66 Prozent, dass das Tempo der KI-Regulierung den Unternehmenserfolg erschweren könnte.


      Die steigenden Investitionen in KI zeigen, dass Unternehmen jetzt in die Umsetzung gehen. Dabei wird immer deutlicher: Technologie allein ist nicht der Erfolgsfaktor. Entscheidend sind gute Governance, eine verlässliche Datenbasis und Menschen, die KI kompetent und verantwortungsvoll einsetzen können.
      Jürgen Mellitzer

      Partner, Advisory


      Beim Return on Investment überwiegt eine mittelfristige Perspektive: 71 Prozent erwarten innerhalb von ein bis drei Jahren einen ROI aus ihren KI-Investitionen, 17 Prozent bereits innerhalb von zwölf Monaten.

      Kompetenzen werden zum Erfolgsfaktor

      Neben Technologieinvestitionen gewinnt die Weiterentwicklung der Belegschaft an Bedeutung. 89 Prozent der CEOs erwarten in den kommenden drei Jahren einen Anstieg der Beschäftigtenzahl in ihrem Unternehmen. 62 Prozent rechnen mit einem Wachstum von weniger als fünf Prozent. Eine wesentliche Herausforderung sind die künftig benötigten Kompetenzen. 56 Prozent nennen Kompetenzlücken als zentrales Personalthema, 52 Prozent die Weiterbildung und Qualifizierung der Beschäftigten im Umgang mit KI. Für 47 Prozent zählen zudem die Gewinnung und Bindung von Talenten zu den wichtigsten Herausforderungen.

      Entsprechend setzen die CEOs verstärkt auf Kommunikation und Weiterbildung. 51 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten transparent kommunizieren, wie KI bestehende Rollen verändert. Jeweils 46 Prozent planen Reskilling- und Upskilling-Programme bzw. speziell auf einzelne Rollen zugeschnittene KI-Trainings.

      Nachhaltigkeit ist stärker in die Unternehmensstrategie integriert

      Auch Nachhaltigkeit wird enger mit Strategie und Investitionsentscheidungen verknüpft. 63 Prozent der Teilnehmenden geben an, Nachhaltigkeit im vergangenen Jahr stärker in ihrer Unternehmensstrategie verankert zu haben. Weitere 21 Prozent konzentrieren ihre Aktivitäten stärker auf jene Nachhaltigkeitsthemen, die für ihr Geschäft besonders relevant sind. 70 Prozent berücksichtigen Kosten und potenzielle Erträge von Nachhaltigkeitsmaßnahmen zumindest bei einem Teil ihrer Investitionsentscheidungen. 29 Prozent tun dies bei jeder größeren Kapitalentscheidung.

      Unterschiedliche regulatorische Anforderungen bleiben dabei eine Herausforderung: 91 Prozent beurteilen voneinander abweichende Nachhaltigkeitsvorschriften und Erwartungen in verschiedenen Märkten als erhebliche oder moderate Schwierigkeit.

      Jürgen Mellitzer

      Partner, Advisory / Performance & Transformation, Wien

      KPMG Austria

      Erich Thewanger

      Partner, Advisory/Deals & Strategy, Wien

      KPMG Austria


      KPMG 2026 Global CEO Outlook

      CEOs strengthen digital resilience amidst economic, geopolitical and regulatory uncertainty
      CEO Outlook

      Über den CEO Outlook

      Für die zwölfte Ausgabe des KPMG Global CEO Outlook wurden weltweit 1.400 CEOs befragt. Alle Befragten leiten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar; ein Drittel der Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

      An der Befragung nahmen CEOs aus den Märkten Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, den Niederlanden, Spanien, dem Vereinigten Königreich und den USA teil. Berücksichtigt wurden 13 Branchen, darunter Asset Management, Automotive, Banken, Consumer & Retail, Energie, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Versicherungen, Life Sciences, Fertigung sowie Technologie, Medien und Telekommunikation.



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