Die Life-Sciences-Branche hat die Experimentierphase verlassen und setzt Kerntechnologien wie KI, Datenanalyse und Cybersicherheit in großem Umfang ein. Die Investitionen bleiben jedoch verhalten, da Unternehmen Stabilität und Compliance gegenüber einer raschen Expansion priorisieren. Insgesamt befindet sich die Branche nach wie vor in der frühen Phase der Reifung und Wertschöpfung, wobei sich die meisten Vorteile in erster Linie auf die betriebliche Effizienz und weniger auf transformatives Wachstum konzentrieren.
Die Ergebnisse des KPMG Global Tech Report 2026 – Life Sciences verdeutlichen zudem eine Kluft zwischen den technologischen Ambitionen und den Maßnahmen, die zu deren Umsetzung erforderlich sind. Führende Technologieunternehmen im Bereich Life Sciences verstehen sich größtenteils als Innovatoren oder „Fast Follower“, die neue Instrumente erst dann einführen, wenn sich diese bewährt haben, oder die selektiv eine Vorreiterrolle übernehmen, sofern der wirtschaftliche Nutzen eindeutig ist.
Die Befragung von 124 Führungskräfte aus großen und mittelständischen Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie Produktvertriebsunternehmen und Auftragsforschungsinstituten hat ergeben, dass die Wirksamkeit digitaler Technologien im Sektor als bewiesen gilt und bereits Investitionsrenditen erzielt werden, jedoch weiterhin Herausforderungen bei der Sicherung der Finanzierung, der Etablierung von Governance-Strukturen und der Umsetzung in großem Maßstab bestehen.
Um den Betrieb weiter zu optimieren und eine kooperativere, innovativere und patient:innenorientiertere Zukunft zu fördern, sollten Life-Sciences-Unternehmen entschlossene technologische Schritte unternehmen – mit Fokus auf Skalierung, Geschwindigkeit und Wertschöpfung.