Die korrekte Tarifierung von Waren ist Voraussetzung für die sichere und effiziente Abwicklung des Außenhandels. Sie entscheidet über die Höhe von Zöllen, mögliche Verbote und Beschränkungen sowie über die Einordnung in exportkontrollrechtliche Regelungen. Fehlerhafte zolltarifliche Einreihungen können (auch erhebliche) Verzögerungen im Rahmen der zollamtlichen Abfertigung, zusätzliche finanzielle Belastungen sowie weitreichende rechtliche Risiken nach sich ziehen. Sowohl die Steuerung der Liquidität als auch die Sicherstellung der Anforderungen in der Compliance (bspw. zur Vermeidung von Nachforderungen von Abgaben und Haftungsrisiken) sind für strategische Entscheidungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr von zentraler Bedeutung.
Gleichzeitig spielen umsatzsteuerliche Aspekte im grenzüberschreitenden Warenverkehr eine entscheidende Rolle: Beim Import von Waren ist neben den Zollabgaben die Einfuhrumsatzsteuer zu berücksichtigen, die je nach Möglichkeit des Rechts auf Vorsteuerabzug bzw. bei Fehlern auch zu einem (dauerhaften) Kostenfaktor werden kann.