Mit BCBS 239 wurden vom Basler Ausschuss eine Reihe von Prinzipien für die Risikodatenaggregation und das Risikoreporting aufgestellt. Das Papier wurde als Reaktion auf die im Rahmen der Finanzkrise 2008 festgestellten Mängel in den Reporting- und Management-Informationssystemen (MIS) von Banken veröffentlicht. Das primäre Ziel besteht darin, die Reporting-Infrastruktur von Banken zu verbessern, damit das Top-Management Risiken früher und effektiver identifizieren, überwachen und steuern kann.
Weiters soll damit die Qualität von Entscheidungen verbessert und die Wahrscheinlichkeit sowie die Auswirkungen von Verlusten reduziert werden. Laut Veröffentlichungen der EZB konnten bis 2023 lediglich zwei von 13 systemrelevanten Banken eine volle Übereinstimmung mit den BCBS-239-Vorgaben nachweisen.