Im aktuellen KPMG Deal Trend Report Österreich für das Jahr 2025 geben wir einen Überblick über das Transaktionsgeschehen in Österreich.
Die wichtigsten Insights auf einen Blick
Das Transaktionsgeschehen 2025 in Österreich war von drei Großdeals geprägt
Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein Rückgang auf 242 (VJ: 253 bzw. rd. 4 %) gemeldete Transaktionen, wobei das vierte Quartal eine deutliche Steigerung zeigte und den höchsten Quartalswert seit dem vierten Quartal 2022 erreichte.
Das Transaktionsvolumen lag 2025 bei € 19,7 Mrd. und markierte einen historischen Höchststand. Es wurde jedoch maßgeblich von drei Großdeals in den Bereichen Finanzen (Banking und Insurance) sowie Industrie (Chemicals) getragen, die mit € 16,4 Mrd. rd. 80 % beitrugen.
Vergleich zu den Vorjahren
Im Mehrjahresvergleich zeigt sich 2025 bei der Anzahl der Transaktionen insgesamt weiterhin zurückhaltend im langfristigen Trend. Nach den verhaltenen ersten drei Quartalen setzte mit Beginn des Herbstes eine spürbare Belebung ein und das vierte Quartal vermeldete mit 73 Transaktionen einen Höchstwert seit dem vierten Quartal 2022.
Die Marktaktivität war über weite Teile des Jahres aufgrund der makroökonomischen Lage, geopolitischer Unsicherheiten und belasteter Unternehmensergebnisse verhalten. Zudem zeigten sich im Jahr 2025 längere Prozesse, Unsicherheiten aufgrund kurzfristiger Marktveränderungen, etwa der US‑Zölle, sowie weiterhin hohe Finanzierungs‑ und Kapitalkosten.
Seit dem Spätsommer setzte jedoch eine spürbare Belebung am Markt ein, sichtbar in einer aktiveren Deal-Pipeline und deutlich höheren Abschlusszahlen im vierten Quartal. Das deutet darauf hin, dass sich die Marktteilnehmer zunehmend an die Rahmenbedingungen anpassen.
KPMG Deal Trend Report 2025
Ausblick
Es zeigen sich auch deutlich selektivere Transaktionsentscheidungen in Richtung größerer Transaktionen. Eine gezielte Vorbereitung, Value‑Creation‑Ansätze sowie eine gut vorbereitete Post‑Merger‑Integration nehmen in einem selektiveren Umfeld an Bedeutung zu.
In Österreich sehen wir weiterhin eine stärkere Marktkonsolidierung in einzelnen Industriebranchen, technologische Akquisitionen und Carve-Outs von Geschäftsbereichen.
Abhängig von der geopolitischen Entwicklung könnte kurzfristig ein M&A-Boom entstehen aufgrund des Investitionsrückstaus sowohl bei Strategen als auch bei Finanzinvestoren.
Wir erwarten allerdings auch für 2026 ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld in Österreich und Europa. Das abgeschlossene vierte Quartal 2025 gibt Hoffnung für eine schnellere Belebung und steigende Dynamik im Jahr 2026, wobei die geopolitischen Spannungen weitere Unsicherheiten im Markt vermuten lassen.
Vor diesem Hintergrund blicken wir zuversichtlich auf 2026 und hoffen, dass an die starke Dynamik aus dem vierten Quartal angeknüpft wird.