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      KI macht Unternehmen schneller und wettbewerbsfähiger, Quantencomputing rückt näher, globale Unsicherheiten erhöhen den Druck. In diesem Umfeld zählen faktenbasierte Entscheidungen mehr als große Versprechen. Der KPMG Global Tech Report 2026 zeigt: Viele Unternehmen sind bereit, vom Ausprobieren in die Skalierung zu gehen – doch der Weg verlangt Disziplin.

      Rund die Hälfte der befragten Unternehmen will bis Ende 2026 die höchste technologische Reife erreichen, aktuell haben jedoch lediglich 11 Prozent dieses Niveau erreicht. Bremsfaktoren bleiben Talentemangel, technische Schulden und zu viele parallele KI‑Initiativen ohne klare Klammer. 


      Nicht der Lauteste gewinnt, sondern der Disziplinierte. Es geht darum, zu priorisieren, Grundlagen zu festigen und nach Fakten zu entscheiden.

      Klaus Schatz

      Technology Consulting, KPMG Austria


      Struktur als Vorsprung

      Wer strukturiert vorgeht, schafft nachhaltigen Wert. Unternehmen, die klare Prioritäten setzen, saubere Daten sichern und diszipliniert Prozesse etablieren, erzielen oft höhere Renditen – selbst mit begrenzten Budgets. Entscheidend ist, Use Cases gezielt zu skalieren und Erfolge ganzheitlich zu messen: Neben finanziellen Effekten zählen Datenqualität, Entscheidungstempo, Risikoreduktion, Kundenerlebnis und Innovationsgeschwindigkeit. So wird aus Technologieinvestitionen ein verlässlicher Wachstumstreiber.

      Strategie ist entscheidend

      Viele Pläne sind überholt, bevor sie umgesetzt werden. Der Großteil der Unternehmen (78 Prozent) bündelt seine Technologieentscheidungen daher zentral, um Fragmentierung zu vermeiden und Tempo zu gewinnen. Für 67 Prozent bleiben verlässliche Prognosen eine Schwachstelle, wobei diese aber entscheidend sind für schnelle Reaktionen auf Markt- und Technologiewandel. Ein positiver Aspekt: Immer mehr Unternehmen beziehen ihre Mitarbeitenden aktiv in Transformationen ein – die Zahl derer, die sich zurückgelassen fühlen, sinkt deutlich, bleibt aber mit 39 Prozent weiter ein relevantes Thema.


      Agentenbasierte KI verändert, wie wir arbeiten – aber sie ersetzt Menschen nicht. Sie erweitert Fähigkeiten, beschleunigt Entscheidungen und verlangt von Führungskräften, Verantwortung, Sicherheit und Tempo klug auszubalancieren.

      Michael Ginner

      Technology Consulting, KPMG Austria


      Agentic AI gewinnt an Bedeutung

      Rund 90 Prozent der Unternehmen investieren bereits und sehen das Management von KI‑Agenten als künftige Kernkompetenz. Trotz Automatisierung sind keine radikalen Stellenabbauten geplant; die digitale Belegschaft wächst, aber menschliche Expertise bleibt unverzichtbar. Parallel nehmen Partnerschaften im Technologie‑Ökosystem zu – verbunden mit stärkerem Fokus auf Sicherheit, Datenschutz und Schutz geistigen Eigentums. 90 Prozent planen, dies weiter auszubauen.

      Fazit

      Das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ist anspruchsvoll – und voller Chancen. Wer KI über die Experimentierphase hinaus skaliert, Governance stärkt, Wert transparent macht und die menschliche Expertise gezielt neben agentenbasierter KI positioniert, schafft die Basis für echte Rendite und Resilienz.


      Unternehmen, die KI optimal einsetzen, haben klare Leitplanken, lernen ständig dazu und bauen auf stabile Strukturen. Sie schauen genau hin, wo Wert entsteht, und fördern Menschen genau wie Technologien – so liefert KI breit und verlässlich Ergebnisse.

      Klaus Schatz

      Technology Consulting, KPMG Austria


      Entdecken Sie weitere zukunftsorientierte Tipps zur technologischen Transformation. Lesen Sie hier den gesamten Report:

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      KPMG Global tech report 2026

      Leading in the Intelligence Age: Excelling today, shaping tomorrow
      Klaus Schatz

      Partner, Advisory Head of Technology Consulting, Linz

      KPMG Austria

      Michael Ginner

      Director, Advisory / Tech Advisory, Wien

      KPMG Austria


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      KPMG Global tech report 2026

      Leading in the Intelligence Age: Excelling today, shaping tomorrow