Über Jahrzehnte war die Übertragung und Verwahrung von Wertpapieren in einer fest definierten Prozesskette organisiert. DLT als auch die bekannteste Form davon, die Blockchain, stellt dieser komplexen, vergleichsweise langsamen und teuren Kette nun eine deutlich effizientere Alternative zur Seite. Finanzdienstleister, die Leistungen bei Wertpapiertransaktionen erbringen, werden ihr Geschäftsmodell überdenken und neu ausrichten müssen – sofern sie auch zukünftig in diesem Markt aktiv sein wollen.
Trotz eines zunehmenden Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades sind Wertpapiertransaktionen heute immer noch vergleichsweise komplex und aufwändig. Denn um Wertpapiere übertragen zu können, sind diverse Intermediäre nötig. Nicht zuletzt durch den mehrfachen Abgleich von Daten entstehen viele Verzögerungen und hohe Transaktionskosten.
Ein wesentlicher Grund hierfür ist die gesetzlich geforderte physische Verwahrung der Wertpapierurkunden. Diese Aufgabe übernehmen die Verwahrer, die im Transaktionsprozess neben den Investoren, Brokern und den Handelsplätzen die entscheidenden Akteure im Wertpapierhandel sind: Sie stellen nicht nur die ordnungsgemäße Verwahrung der Assets, sondern auch das Vertrauen im Transaktionsprozess sicher.