Nach langer Vorherrschaft der Filiale und dem Siegeszug der Banking-Apps beobachten wir aktuell den Schritt auf die nächste Evolutionsstufe der Kundenschnittstelle: Die Wallet bündelt Identitätsnachweis, Zahlungen, Asset-Verwaltung, Zugangsrechte und Verträge in einer vertrauenswürdigen Oberfläche.
Was bedeutet die Wallet für Kundinnen und Kunden? Für sie wird die Wallet zum Ausgangspunkt digitaler Interaktionen vielfältiger Art.
Und was bedeutet die Wallet für Banken? Für Banken wird die Wallet zur strategischen Schaltstelle. „Wallet First Banking“ ist also kein Thema für die User Experience mehr, sondern eine Aufgabe für die Strategieabteilung.
Denn wer die Wallet kontrolliert, steuert den Zugang zum Kunden. Banken stehen vor der Entscheidung, selbst als vertrauenswürdige Wallet-Anbieter aufzutreten – oder sich auf die Rolle des regulierten Infrastrukturdienstleisters im Hintergrund zu beschränken.
Ein neuer Wettbewerb um Relevanz beginnt: Nicht mehr das einzelne Produkt entscheidet, sondern die Fähigkeit, Ökosysteme nahtlos, sicher und regulatorisch integriert abzubilden. Dreh- und Angelpunkt in diesem Ökosystem ist die Wallet.