Fast alle Zentralbanken beschäftigen sich derzeit mit der Einführung einer digitalen Währung. Dabei verlagert sich der Fokus zunehmend von theoretischen Überlegungen hin zu konkreten Markterkundungen und Pilotprojekten. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) geht rund die Hälfte der Zentralbanken davon aus, bis 2028 eine Central Bank Digital Currency (CBDC) eingeführt zu haben.
So auch in Europa, wo sich die Europäische Zentralbank (EZB) seit 2019 intensiv mit einem digitalen Euro befasst. Denn Bargeld wird immer weniger genutzt. Und je mehr dieses durch Zahlungssysteme privater Anbieter verdrängt wird, desto weniger kann die EZB ihrem Auftrag nachkommen, zum Beispiel für Preisstabilität zu sorgen.
Mit dem digitalen Euro ist außerdem die Erwartung verbunden, dass er den Euroraum, seine strategische Autonomie und die geldpolitische Souveränität Europas stärkt.