Wenn die Weltbevölkerung nach dem deutschen Lebensstandard leben würde, wären drei Erden nötig – im Vergleich mit den USA sogar fünf. Daher ist Nachhaltigkeit ein Thema, welches aktiv angegangen werden muss. Allerdings sind das keine Neuigkeiten, besonders nicht aus Marktteilnehmersicht. Auch Kunden machen ihre Kaufentscheidung immer häufiger davon abhängig, ob Unternehmen nachhaltig handeln. Nach einer repräsentativen Umfrage aus der Markt-Media-Studie VuMA ist es einem Großteil der Bevölkerung beim Kauf von Produkten wichtig, dass das jeweilige Unternehmen sozial und ökologisch verantwortlich handelt.
Der zunehmende Druck auf Unternehmen, sich mit Nachhaltigkeit ernsthaft und langfristig zu beschäftigen, ist nicht nur auf den Verbraucher zurückzuführen. Vermehrt treten regulatorische Maßnahmen in Kraft, die Unternehmen dazu bringen sollen, Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Themen wie das Sorgfaltspflichtengesetz („Lieferkettengesetz“), der Green Deal oder das Verpackungsgesetz (VerpackG) spielen hierbei eine signifikante Rolle und werden in Unternehmen erst einmal nur als Kostentreiber, Pflichtprogramm und als Muss wahrgenommen. Neue Regularien bedeuten in erster Linie Veränderungen und Veränderungen kosten die Unternehmen Geld. Es ist jedoch gerade jetzt wichtig, diese Veränderung als herausragende Chance zu sehen, um sich bestmöglich im Markt zu positionieren und den Kunden mit umfangreichen Nachhaltigkeitsstrategien zu begeistern.