Hohe Energiepreise gefährden immer stärker die Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere in globalen Absatzmärkten. Strom, Gas und CO₂-Kosten wirken direkt auf Margen, Standortentscheidungen und Investitionsfähigkeit betroffener Unternehmen.
Doch diese Perspektive greift in der Praxis häufig zu kurz. Der Energiepreis ist und bleibt eine wichtige Einflussgröße – aber er ist nicht die alleinige Zielgröße unternehmerischen Handelns. Vielmehr ist der Preis am Ende das Ergebnis einer ganzheitlichen Analyse der eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten im Rahmend es Managements von Energie. Entscheidend ist daher, wie Unternehmen mit Energie insgesamt umgehen. Einzubeziehen sind Aspekte wie Verbrauch, Beschaffungsoptionen, Risikomanagement, regulatorischen Preisbestandteilen wie Steuern, Abgaben und Umlagen, Entlastungen, Beihilfen und der eigenen Fähigkeit, den Energieeinsatz im Unternehmen (marktorientiert) zu steuern. Die eigentliche Frage lautet daher nicht: Wie hoch ist der Energiepreis? Sie lautet: Wie gut kann ein Unternehmen Energie strategisch managen?