Es hatte weltweit begrüßenswerte Fortschritte beim Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) gegeben. Doch die Corona-Pandemie machte vieles wieder zunichte. Sie stürzte außerdem schätzungsweise rund 100 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut.
Ein Schlaglicht warf auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar auf das Thema soziale Nachhaltigkeit: Diversität, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte standen wochenlang ganz oben auf der Agenda und veranlassten Unternehmen zu der Kündigung von millionenschweren Partnerschaften.
Die Erwartungen an Unternehmen, sich intensiver mit sozialer Nachhaltigkeit zu befassen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, nehmen zu – nicht nur durch öffentliche Diskussionen, sondern auch durch regulatorische Anforderungen. Neben sozialer Ungleichheit und Vielfalt werden unter dem Begriff der sozialen Nachhaltigkeit dabei auch bezahlbares Wohnen, Arbeitssicherheit oder Bildungsangebote verstanden.