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      Deutschland bleibt für chinesische Unternehmen mit bestehendem Deutschlandgeschäft ein primärer Investitionsstandort in Europa. Das ist eine Kernerkenntnis unseres German-Chinese Business Confidence Survey 2025, den wir erstmals gemeinsam mit der Chinesischen Handelskammer in Deutschland e. V. (CHKD) durchgeführt haben. Untersucht wurden die Geschäftserwartungen von 104 chinesischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Die Umfrageergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Stimmungsbild zwischen strategischer Standortbedeutung sowie strukturellen Hürden – und sie belegen neue Dynamiken in Zeiten geopolitischer Umbrüche.


      German-Chinese Business Confidence Survey 2025

      Neuausrichtung der USA und Infrastrukturpaket der Bundesregierung führen zu verstärktem Fokus auf Deutschland.

      Zwei Personen auf der Treppe

      Fünf bemerkenswerte Fakten im Überblick

      • 21% der befragten Unternehmenplanen neue Investitionen in Deutschland. Das bedeutet Platz 1 in Europa – vor Ungarn (18%) und Polen (12%).
      • 30% wollen ihre Investitionen in Deutschland erhöhen, 19% sogar um ein Fünftel mehr als bisher.
      • 43% erwarten für ihr Unternehmen ein Umsatzwachstum in Deutschland – mehr als jedes fünfte Unternehmen erwartet sogar ein Plus von mehr als 20%.
      • 41% planen einen Personalaufbau, 42% rechnen hingegen mit konstant bleibenden Beschäftigtenzahlen und nur knapp jedes fünfte Unternehmen (18%) erwartet einen Personalabbau.
      • 30% verstärken ihren Fokus auf Deutschland und die EU, unter anderem als alternativen Absatzmarkt zu den USA.

      Digitalisierung (51 Prozent) und die Energiebranche inklusive Batterietechnologien (48 Prozent) sind die Felder, die laut den Befragten für eine künftige Kooperation als besonders aussichtsreich gelten. Für 55 Prozent der Befragten ist die Nähe zu ihren Kunden und Geschäftspartnern ausschlaggebend für ihre Deutschlandpräsenz. Auf Platz 2 (44 Prozent) folgt das Stärken von Reputation und Sichtbarkeit der Konzernmarke.

      Für Deutschland ist es essenziell, in der Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen strategisch zu handeln. Nicht Abschottung, sondern eine interessengeleitete Industriepolitik und gezielte Unternehmenskooperationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit und stärken die Resilienz des Standorts und der deutschen Wirtschaft.
      Andreas Glunz
      Andreas Glunz

      Bereichsvorstand International Business

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft



      Was das Engagement chinesischer Unternehmen in Deutschland bremst

      Außerdem beklagt mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten, dass sie beim Zugang zu Fördermitteln benachteiligt würden: Nur 5 Prozent fühlen sich mit EU-Unternehmen gleichgestellt. Wichtig für künftige Investitionen seien außerdem einfachere und schnellere Verwaltungsverfahren, klarere und verlässlichere Prüfprozesse chinesischer Direktinvestitionen sowie verbesserte Visa- und Arbeitserlaubnisverfahren.

      KPMG German-Chinese Business Confidence Survey 2025

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      Andreas Glunz

      Bereichsvorstand International Business

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft