Deutschland bleibt für chinesische Unternehmen mit bestehendem Deutschlandgeschäft ein primärer Investitionsstandort in Europa. Das ist eine Kernerkenntnis unseres German-Chinese Business Confidence Survey 2025, den wir erstmals gemeinsam mit der Chinesischen Handelskammer in Deutschland e. V. (CHKD) durchgeführt haben. Untersucht wurden die Geschäftserwartungen von 104 chinesischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Die Umfrageergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Stimmungsbild zwischen strategischer Standortbedeutung sowie strukturellen Hürden – und sie belegen neue Dynamiken in Zeiten geopolitischer Umbrüche.
Fünf bemerkenswerte Fakten im Überblick
Digitalisierung (51 Prozent) und die Energiebranche inklusive Batterietechnologien (48 Prozent) sind die Felder, die laut den Befragten für eine künftige Kooperation als besonders aussichtsreich gelten. Für 55 Prozent der Befragten ist die Nähe zu ihren Kunden und Geschäftspartnern ausschlaggebend für ihre Deutschlandpräsenz. Auf Platz 2 (44 Prozent) folgt das Stärken von Reputation und Sichtbarkeit der Konzernmarke.
Was das Engagement chinesischer Unternehmen in Deutschland bremst
Außerdem beklagt mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten, dass sie beim Zugang zu Fördermitteln benachteiligt würden: Nur 5 Prozent fühlen sich mit EU-Unternehmen gleichgestellt. Wichtig für künftige Investitionen seien außerdem einfachere und schnellere Verwaltungsverfahren, klarere und verlässlichere Prüfprozesse chinesischer Direktinvestitionen sowie verbesserte Visa- und Arbeitserlaubnisverfahren.