In den letzten Jahren haben Versicherer durch die Automatisierung vieler Abläufe große Fortschritte in der Schadenabwicklung erzielt. Dies hat zu einer signifikanten Effizienzsteigerung, Fehlerreduktion und verkürzten Bearbeitungszeiten geführt – eine positive Entwicklung für die Schadenversicherung.
Trotz dieser Fortschritte bleibt der Kostendruck hoch, insbesondere durch die steigende Inflation. Maßnahmen zur Senkung der Ausgaben sind weiterhin dringend erforderlich. Ein Beispiel bieten die Kfz-Versicherer: Einige Anbieter verzeichnen derzeit Milliardenverluste. Bereits im vergangenen Jahr erhöhten viele Unternehmen die Beiträge deutlich, um größere wirtschaftliche Defizite abzuwenden. Ursachen dafür sind die Inflation, teurere Ersatzteile und gestiegene Reparaturkosten.
Auch in der jüngsten Wechselsaison stiegen die Schadenaufwendungen weiter an, besonders durch eine Zunahme von Diebstahlschäden. Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) der Versicherer verschlechterte sich erneut. In diesem Jahr müssen sie für jeden eingenommenen Euro voraussichtlich 1,12 Euro ausgeben.