Mit autonomen Agenten entstehen Angriffsszenarien, die weit über klassische Cyberbedrohungen hinausgehen. Prompt Injection ist dabei eines der prominentesten Beispiele: Eingeschleuste Befehle werden von Agenten als legitime Instruktionen interpretiert und ohne Rückfrage ausgeführt. Die Interaktion mit externen Quellen – Websites, Datenbanken oder anderen Agenten – macht solche Manipulationen noch wahrscheinlicher.
Hinzu kommen Risiken in der Software Supply Chain autonomer Systeme. Plugins, Skills oder Skripte können Schadfunktionen enthalten, selbst wenn sie von vermeintlich vertrauenswürdigen Quellen stammen. Sicherheitsforschungen zeigen bereits heute, wie leicht sich Agenten über kompromittierte Erweiterungen kapern lassen.
Diese neuen Angriffsflächen treffen auf ein strukturelles Grundproblem: fehlende Transparenz. 44 Prozent der Unternehmen geben an, keinen vollständigen Überblick über ihre IT-Umgebung zu haben. Autonome KI-Agenten können dieses Defizit weiter verschärfen, wenn Governance, Monitoring und Verantwortlichkeiten nicht konsequent mitwachsen.
Für Unternehmen ist es daher essenziell, Sandboxing, harte Filtermechanismen, strikte Prüfprozesse für Erweiterungen und KI-spezifisches Monitoring einzuführen.
Die Angriffsmöglichkeiten werden vielfältiger – die Abwehrmaßnahmen sollten es ebenfalls werden.