Die Entwicklung ist so rasant, dass sie in kürzester Zeit Aufsicht, Behörden und Finanzunternehmen auf den Plan gerufen hat: Große KI-Modelle haben mittlerweile ein Niveau erreicht, dass sie Schwachstellen in komplexer Software nicht mehr nur beschreiben lässt. Die Modelle können sie auch eigenständig aufspüren, prüfen und ausnutzen.
Dass Modelle gleichzeitig Lücken finden und direkt funktionierende Exploits (Programme oder Datenpakete, die gezielt Schwachstellen ausnutzen) bereithalten, ist also kein Zukunftsbild mehr – es ist der Beginn einer neuen Angriffsdynamik, die die Sicherheit von Finanzinstituten und ihre digitale Souveränität in nie gekannter Weise in Bedrängnis bringt.
Die Zäsur liegt nicht mehr darin, dass plötzlich völlig neue Angriffsklassen entstehen – sie liegt darin, dass sich Tempo, Skalierung und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig verschieben. Genau diese drei Faktoren entscheiden also darüber, ob heutige Verteidigungsmodelle noch tragen. Bei vielen Unternehmen lautet die unbequeme Antwort: nur noch eingeschränkt.